22.04.2019 19:45 |

Fall Marinowa

30 Jahre Haft für den Mörder von Journalistin

Ein junger Bulgare ist für den Mord an einer Fernsehmoderatorin vor gut einem halben Jahr zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der bulgarischen Donaustadt Russe verhängte am Montag die Haftstrafe nach einem Schnellverfahren, wie die Nachrichtenagentur BTA berichtete.

Der Täter habe den brutalen Mord an Viktoria Marinowa sowie die Vergewaltigung am 6. Oktober 2018 eingestanden. Deshalb sei die bei ähnlichen Delikten übliche lebenslange Freiheitsstrafe auf 30 Jahren Haft reduziert worden.

Tat hatte laut Staatsanwalt nichts mit Beruf des Opfers zu tun
Es habe sich um eine Tat aus sexuellen Motiven, die nicht mit der beruflichen Tätigkeit des Opfers verbunden sei, gehandelt, erläuterten die für den Fall zuständigen Staatsanwälte. Vor der Vergewaltigung und dem Mord habe der Täter Alkohol zu sich genommen.

Vor dem Hintergrund politisch motivierter Morde an Journalisten in anderen Ländern, etwa in Malta und der Slowakei, war der Fall Marinowa international in die Schlagzeilen geraten.

Am Donauufer vergewaltigt und ermordet
Die 30-jährige Marinowa, Moderatorin und Verwaltungsdirektorin des lokalen Fernsehsenders TVN, war Anfang Oktober des Vorjahres in einem Park am Donauufer in Russe vergewaltigt und ermordet aufgefunden worden.

Der damals 20 Jahre alte Täter war nach der Bluttat zu seiner Familie in Deutschland geflohen, wo er nach vier Tagen in Stade in Niedersachsen gefasst wurde.

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