21.04.2019 16:17 |

Kein fleischloses Menü

Ferkel gestohlen: Veganer hungert im Gefängnis

Mit einer äußerst provokanten Aktion hat sich ein Veganer einen Gefängnisaufenthalt eingehandelt. Neben dem Entzug seiner Freiheit wurde der 25-jährige Australier dort auch mit einem anderen Problem konfrontiert: Es gibt keine fleischlosen Menüs für die Häftlinge - deswegen trat James Warden in einen Hungerstreik. Der Aktivist war in Untersuchungshaft gekommen, weil er ein Kalb und ein totes Ferkel von einer Farm gestohlen hatte.

Der Veganer wurde wegen zwei Fällen von Hausfriedensbruch und zwei Fällen von Diebstahl und schwerem Einbruch angezeigt. Weil er sich die Kaution nicht leisten konnte, landete Warden schließlich in Perth in Untersuchungshaft.

Kein guter Ort für einen Veganer: Fleischlose Menüs werden dort nämlich nicht serviert. Daher entschloss er sich, für die Dauer seines Aufenthalts zu fasten. „Die Erfahrung, die ich gemacht habe, war bei Weitem nicht so schlimm wie jene, die die Tiere durchmachen müssen. Sie leiden täglich, und ich musste nur 48 Stunden in Haft ertragen“, erzählte der 25-Jährige der Plattform „News.com.au“. Der Aktivist ließ bereits mit sehr provokanten Aktionen aufhorchen: So posierte er mit einem toten, geschmückten Schweinchen in einer McDonald‘s-Filiale.

„Ich denke, es ist wichtig für die Gesellschaft, Veränderungen vorzunehmen und die Tierethik zu anzuerkennen“, begründet der Australier die Motive für seine Taten. Videos von einigen seiner Einbrüche teilte der Aktivist auch in sozialen Medien. Das gestohlene Kalb lieferte er nach seiner Entführung in einem Gnadenhof ab - doch wenig später wurde es wieder auf den Bauernhof zurückgebracht.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter