17.04.2019 14:30 |

Teures Wohnen

Preuner setzt auf Sanierungen

Das heiße Thema Wohnen steht am Osterdienstag bei der zweiten Verhandlungsrunde der Gemeinderatsparteien auf der Tagesordnung. Es geht um das Arbeitsprogramm bis 2024. Während SPÖ und Grüne fordern, dass die Stadt selbst Grund für sozialen Wohnbau kauft, will die ÖVP lieber leer stehende Wohnungen sanieren.

Die Stadt solle jährlich 2,4 Millionen Euro für den Kauf von freien Flächen in die Hand nehmen. Das würde den Bau von 100 Wohnungen mit einer Miete von maximal sieben Euro pro Quadratmeter ermöglichen, so die Forderung von SPÖ und Grünen. Für den rote Stadtvize Bernhard Auinger ist das sogar eine „rote Linie“ für die Zustimmung zum Arbeitsprogramm.

Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) spricht hingegen von „Luftblasen“ und hält dagegen: „Sanieren wir lieber die eigenen Wohnungen und führen sie wieder dem Markt zu.“

Derzeit gibt es zu wenig Geld für Sanierungen

Jährlich werden im Schnitt 50 der 1700 städtischen Wohnungen frei. Für die Sanierung stehen 900.000 Euro zur Verfügung, die nur für 30 Wohnungen reichen. Damit bleiben 20 Wohnungen übrig, die nicht mehr zu vermieten sind. Preuners Vorschlag: „Wir investieren 600.000 Euro im Jahr zusätzlich und stellen so in den kommenden fünf Jahren 100 Wohnungen wieder zur Verfügung.“ Außerdem will er 30 weitere Wohnungen in der Tulpenstraße und Linzer Bundesstraße, die seit Jahren leer stehen, um eine Million Euro renovieren. „In Summe würden das 8,5 Millionen Euro für Sanierungen bedeuten“, so der Stadtchef.

Würde die Stadt Grund kaufen, wie das Rot und Grün fordern, ließe das die Bodenpreise weiter steigen, ist Preuner überzeugt.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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