Das „iGen“

Teenies weniger rebellisch und glücklich

Die derzeitigen Teenies, die Generation Z oder die iGeneration (iGen), ist ganz anders als alle anderen Generationen davor und auch verschieden in Bezug zu ihren Vorgängern, den Millenials. Jene, die Mitte der 1990er-Jahre und später geboren wurden, sind die ersten, die ihr ganzes Heranwachsen im Zeitalter des Smartphones und der sozialen Medien erlebt haben - und das hat größere Auswirkungen, als vielleicht bisher angenommen. Das schreibt zumindest US-Psychologin Jean M. Twenge.

Was hat es für Auswirkungen auf sein Leben, wenn man vom Kleinkindalter ständig ein Handy oder Tablet in der Hand hält? Wenn man als Kind lieber bei Sonnenschein alleine im Zimmer vor einem PC-Game sitzt, anstatt rauszugehen und mit Gleichaltrigen Fußball oder Fangen zu spielen? Wenn man als Teenie lieber 20 Selfies vor dem Spiegel für seine Instagram-Follower macht, die man noch nie in der Realität gesehen hat, anstatt mit echten Freunden shoppen, ins Kino oder auszugehen? Es hat viele Auswirkungen - mehr negative als positive.

Die US-Psychologin und Expertin in Generationsfragen beschreibt diese in ihrem Buch „iGen“. Anhand von statistischen Daten, wissenschaftlichen Analysen und Befragungen hat sie herausgefunden, wie sich die Generation Z im Gegensatz zu ihren Vorgängern verhält und fühlt. Und das sind die Ergebnisse: Für jene, die Mitte der Neunziger bis Mitte der 2000er-Jahre geboren wurden, hat das Texten und Posten in den sozialen Medien andere Aktivitäten ersetzt. Man geht nicht mehr mit der besten Freundin auf Shopping-Tour, sondern klickt auf Instagram auf das Shirt, das die gerade angesagte Bloggerin trägt und bestellt es sich vor die Haustüre.

Man lächelt nicht mehr den Schwarm in der Schule oder im Club an, sondern liket sein Foto auf Facebook und hofft auf eine Reaktion - online, versteht sich. Die iGeneration verbringt weniger Zeit mit echten Freunden in der Realität, sondern mit irgendjemanden im Internet und das hat Folgen: Angstzustände, Depression, Einsamkeit. Noch nie zuvor litten so viele Jugendliche unter psychischen Erkrankungen.

Doch es gibt noch weitere gute und schlechte Unterschiede: Sie sind besessen vom Thema Sicherheit und Regeln, sie sind toleranter als ihre Vorgängergenerationen, sie haben keine Geduld für Ungleichheit. Trotzdem akzeptieren sie politische Bewegungen eher, protestieren weniger, setzen sich weniger für soziale Gleichheit ein, gehen weniger auf die Straße. Es ist eben ein Unterschied, ob man ein Posting schreibt oder tatsächlich auf eine Demonstration geht. Und: Sie werden viel langsamer erwachsen, als zum Beispiel die Millenials. 18-Jährige sehen heute eher wie 15-Jährige aus und verhalten sich auch dementsprechend.

April 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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