15.04.2019 05:00 |

Kärnten muss aufholen

3D-Druck: Heimische Wirtschaft unter Druck

Vom Kniegelenk bis zur Raketendüse: Viele Ersatz- und Bauteile kommen aus dem 3D-Drucker. Eine Technologie, die die Wirtschaft verändert hat. Kärnten hat hier großen Aufholbedarf, mahnen Experten. Die FH intensiviert die Forschung.

3D-Druck ist dabei, die Produktionsprozesse zu revolutionieren. Auf die Schnelle können Prototypen und Bauteile aus Kunststoff, Metall, Keramik einfach ausgedruckt werden. „Wir brauchen oft binnen kürzester Zeit Prototypen. 3D-Druck beschleunigt die Entwicklung dramatisch“, weiß Jürgen Holzbauer von Philips in Klagenfurt.

War es bislang Mode, die Produktion in Billiglohnländer auszulagern, bringt die neue additive Fertigung eine Kehrtwende. „Es geht jetzt darum, nah am Kunden zu sein“, erklärt Edmar Allitsch von der EOS GmbH, einem der weltweiten Innovationsführer im industriellen 3D-Druck mit Standort München. Ein Bereich, in dem der Wirtschaftsstandort Kärnten noch Aufholbedarf habe, wie es heißt.

Grenzenlose Möglichkeiten

Die Fachhochschule hat daher die Forschung in diesem Sektor intensiviert. „Wir haben zwei Forschungsgruppen, die sich mit neuen Materialien sowie der Veränderung der Produktionsprozesse und Lieferketten beschäftigen“, erklärt Forschungsleiter Franz Riemelmoser von der FH Kärnten.

Die Möglichkeiten scheinen schier grenzenlos. Neben dem Tempo sind Werkstoffwahl, Geometriefreiheit, Stabilität, Präzision elektronische und magnetische Eigenschaften weitere Vorteile der gedruckten Bauteile, so die Experten bei der Veranstaltung „3D Druck – Next Generation“ in Villach. Danach wurde eine dieser Maschinen beim Gemeinnützigen Personalservice besichtigt (GPS).

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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