14.04.2019 13:47 |

War es das Sonar?

Rätselhaftes Delfinsterben nach Manöver in Ägäis

In Griechenland suchen Fachleute nach den Ursachen eines ungewöhnlichen Delfinsterbens. Nach einer großangelegten Marineübung der Türkei vor etwa sechs Wochen waren an den Stränden der Nordägäis mindestens 15 sterbende oder tote Delfine angeschwemmt worden.

Fachleute rätseln, ob bei der Übung eingesetztes Sonar für den Tod der Tiere verantwortlich sein könnte. Konkrete Hinweise darauf gibt es jedoch derzeit nicht. Die Untersuchungen dauern an. Die türkische Marine betont, bei ihrer Übung Rücksicht auf die Tiere genommen zu haben.

Tierschützer kreiden seit langem an, dass Maschinen vom Kriegsschiff bis zur Bohrinsel durch den von ihnen erzeugten Lärm Meeressäuger wie Delfine und Wale gefährden können, die sich bei der Orientierung auf ihr biologisches Sonar verlassen.

Lärm stört Orientierung und Kommunikation
Auch die Kommunikation der Tiere kann bei hohen Lärmpegeln gestört werden. Vor einigen Jahren gelangte in diesem Zusammenhang eine Studie aus den USA zu der Erkenntnis, dass Wale im Meer mittlerweile lauter rufen müssen, um sich zu verständigen. Außerdem gab es Vermutungen, dass desorientierte Wale immer wegen des Lärms unter Wasser stranden und verenden.

Im Mittelmeer tummeln sich laut der Forschungsorganisation Tethys Research Institute in Mailand acht Arten von Delfinen und Walen. Die Delfinpopulation wird, verteilt auf mehrere Spezies wie den Streifendelfin, den Großen Tümmler, den Mittelmeerdelfin und den Risso-Delfin, auf mehrere Zehntausend Exemplare geschätzt.

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