14.04.2019 13:47 |

Manifest vorgestellt

Plastik-Flut: Mittelmeer-Fischer verbünden sich

Fischer aus 22 Ländern des Mittelmeerraumes haben sich zusammengeschlossen und Plastikmüll den Kampf angesagt. Sie wollen gemeinsam Plastikteile aus dem Wasser bergen und den Müll dann - ohne Entsorgungskosten - an Land bringen dürfen.

„Wir wollen das Mittelmeer vor Plastik retten. Ziel ist, dass die Fischer dazu beitragen, das Wasser sauber zu halten. Wir müssen uns verbünden, um die Meeresverschmutzung zu bekämpfen“, betonte der Präsident von Federpesca, Luigi Giannini. In entsprechendes Manifest, das vom italienischen Fischereiverband Federpesca unterstützt wird, soll und am 6. Mai in Mailand beim Kongress „Global Food Innovation Summit“ vorgestellt werden.

Bisher wurde Müll wieder ins Wasser geworfen
Die italienische Regierung hatte ihre Bemühungen im Kampf gegen Plastik im Meer bereits verschärft. So verabschiedete sie Anfang April ein Gesetz, wonach Fischer die Möglichkeit bekommen, versehentlich in ihren Netzen hängen gebliebenes Plastik an Land zu bringen. Bisher mussten sie den Müll wieder ins Wasser werfen, weil man sie sonst wegen illegalen Mülltransports anzeigen konnte und sie für die Entsorgungskosten aufkommen hätten müssen.

13 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr
Nach Schätzungen landen weltweit jährlich rund fünf bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren. Den Hauptanteil haben Länder Südostasiens zu verantworten, wo es kaum Recycling-Systeme gibt.

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