Di, 23. April 2019
14.04.2019 05:36

Klage eingereicht

„Alter Depp“: Wirbel um Sager in Kärntner Kirche

Dieses Verfahren am 10. Mai vor dem Arbeitsgericht Klagenfurt ist brisant. Auch, weil in der Klage behauptet wird, Stiftspfarrer Gerhard Kalidz habe Erzbischof Franz Lackner einen „alten Depp“ genannt. Kalidz streitet das vehement ab.

Die Vorgeschichte: Sonja B. ist in der Finanzabteilung der Diözese tätig. Am 8. Februar sollte sie auf Anweisung von Kalidz, derzeit wirtschaftlicher Leiter der Diözese, 150.000 Euro an das Finanzamt überweisen. Laut Klagsschrift wegen der Selbstanzeige im Zuge des „Immobilienverkaufs Wörthersee“. Womit wohl der Verkauf von Wohnungen an den Unternehmer Glock gemeint ist. Sonja B. war unsicher und kontaktierte deshalb Visitator Lackner.

Die Folge war ihre Kündigung durch Kalidz & Co. wegen „Vertrauensbruchs“. Diese bekämpft Sonja B. mit Hilfe des Grazer Anwalts Kurt Klein. Die Klage hat es in sich. Demnach habe Kalidz in einem Lokal gemeint, „der alte Depp weiß morgen ja eh nicht mehr, was wir heute besprochen haben.“ Anwalt Klein: „Dafür gibt es Zeugen, die das unter Wahrheitspflicht bestätigen können und werden.“ Ganz abgesehen davon dürfe während der Sedisvakanz, also der bischofslosen Zeit, niemand gekündigt werden, erklärt Klein.

Gerhard Kalidz, einflussreiche Nummer zwei hinter Administrator Engelbert Guggenberger, dementiert die Aussage: „Das stimmt nicht. Wir prüfen eine Verleumdungsklage.“

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger

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