14.04.2019 05:33 |

„Krone“-Reportage

KAC-Familie setzt im Finale auf Glücksbringer

Hunderte KAC-Fans begleiten die Rotjacken am Sonntag zum Finale nach Wien. Natürlich auch Sonja und Mario Winkler: In ihrer Familie spielt der KAC (fast) jeden Tag die Hauptrolle.

Es gibt diese Momente, die man nie vergisst. Bei Mario Winkler ist es sein allererstes KAC-Spiel (1982) mit seinem Onkel. „Das war das 10:1 gegen VSV. Danach habe ich im Werkunterricht gleich meinen ersten KAC-Schal gestrickt“, erzählt der Obmann vom Fanklub „Vikings“.

Seiner Frau Sonja wurde das KAC-Gen ohnedies in die Wiege gelegt: Papa Walter Mellitzer war selbst Verteidiger bei den Rotjacken und Opa Richard sogar einer der Gründer des Vereins.

„Als ich klein war, hat Vati schon gesagt, ich muss auf der Tribüne laut schreien und den KAC anfeuern. Das war mir damals noch furchtbar peinlich“, so die Schriftführerin. Das kann ihr heute freilich nicht passieren.

Für die Winklers ist die Stadthalle schon der „Zweitwohnsitz“, wie es Sonja formuliert. Dort haben sich die beiden auch kennen- und lieben gelernt. Mehr noch: Vor Tausenden Fans machte Mario seiner Liebsten vor 13 Jahren bei einem Heimspiel den Heiratsantrag. „Da hätt ich ja gar nicht Nein sagen können“, lacht Sonja.

Mit Sohn Johannes (12) und Tochter Lea-Céline (19) bilden sie eine KAC-Familie wie im Bilderbuch: Johannes ist Trommler im Fansektor - und Lea-Céline reist trotz Jobs in Salzburg noch immer regelmäßig zu den Spielen.

Auch zuhause in Wernberg herrscht bei den Winklers gerade Ausnahmezustand. Allein am Samstag klingelte Marios Handy pausenlos. „Jeder will Karten für das Spiel in Wien, wir haben dort aber nur 200 Plätze zur Verfügung. Das wird schwierig“, sagt Mario, der übrigens sehr darauf hofft, dass Erzrivale VSV wieder auf die Beine kommt. Nicht nur weil Villach-Legende Roland Schurian sein Cousin ist.

„Beide Klubs befruchten sich ja gegenseitig - und nichts ist schlimmer als ein schlechter Derbygegner.“

Emotional wird das Finale vor allem für Gattin Sonja - sie hat einen besonderen Glücksbringer dabei: Den Pullover ihres Papas. „Er hat ihn oft beim Matchbesuch getragen. Nach seinem überraschenden Tod im Winter 2008 hab ich den Pulli in die Halle mitgenommen, wenige Monate später wurden wir Meister. Da hab ich gesagt: Das war für dich, Papa!“

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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