12.04.2019 10:50 |

Die Spannung steigt

NBA-Play-offs starten - Wer kann Warriors stürzen?

Die 73. Saison der NBA geht am Wochenende mit dem Start der Play-offs in die entscheidende Phase. Spätestens am 16. Juni (Ortszeit) wird der Champion feststehen. Titelverteidiger sind die Golden State Warriors, die mit ihrem dritten Titel en suite „in einen exklusiven Club vordringen wollen“, wie Kapitän Stephen Curry schon mehrfach betonte...

Ein solcher „Three-Peat“ gelang erst fünfmal in der NBA-Historie. Es wäre der nächste Meilenstein der Warriors-Dynastie, die ihren Anfang mit dem Titelgewinn 2015 genommen hatte. Mit den „Splash Brothers“ Curry und Klay Thompson, dem zweifachen „Finals MVP“ Kevin Durant, Defensivchef Draymond Green und Top-Center DeMarcus Cousins verfügt der Klub aus Oakland über geballte All-Star-Power. „Wir können uns eigentlich nur selbst schlagen“, lautete deshalb vor Play-off-Beginn der einhellige Tenor der „Dubs“, für die alles andere als der Titel eine herbe Enttäuschung wäre.

Die Erfolgsserie von LeBron James, der zuletzt achtmal hintereinander ins Finale vorgedrungen war, ist dagegen gerissen. Der 34-Jährige verpasste nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer von den Cleveland Cavaliers zu den Los Angeles Lakers erstmals seit 2005 die Play-offs. Die Lakers hatten von 2000 bis 2002 als bisher letztes NBA-Team drei Titel en suite gefeiert. Heuer sind sie aber zum sechsten Mal in Serie in der K.-o.-Phase nur noch Zuschauer.

In Abwesenheit von „King James“, der zuletzt mit Cleveland viermal en suite der Endspiel-Gegner der Warriors gewesen war, kündigt sich im Osten ein enges Rennen an. Die Milwaukee Bucks mit Superstar Giannis Antetokounmpo starten als Nummer eins, doch auch die Toronto Raptors mit Kawhi Leonard, die Philadelphia 76ers mit Joel Embiid und die Boston Celtics mit Kyrie Irving haben sich zumindest den Einzug in die am 30. Mai (Ortszeit) beginnende Final-Serie zum Ziel gesetzt.

In der Western Conference gelten dagegen erneut die von Liga-Topscorer James Harden angeführten Houston Rockets als erster Herausforderer der Warriors. Im Vorjahr ging diese „best of seven“-Serie über die volle Distanz, wobei die Rockets eine 3:2-Führung aus der Hand gaben und das Entscheidungsmatch vor eigenem Publikum verloren. Diesmal würde es ab Ende April bereits in der zweiten Play-off-Runde (Conference-Semifinale) zum Duell von Golden State mit Houston kommen.

Man darf gespannt sein, wie viel Energie Harden, der im Schnitt 36,1 Zähler pro Grunddurchgangspartie erzielt hat, diesmal noch haben wird. Der 29-Jährige mit dem markanten Bart wandelte mit 32 Spielen en suite mit mindestens 30 Punkten auf den Spuren von NBA-Legende Wilt Chamberlain, der die beste Basketball-Liga der Welt vor über einem halben Jahrhundert derart dominiert hatte. Damit war Harden hauptverantwortlich, dass sich die Rockets nach einem schlechten Saisonstart wieder zu einem Titelkandidaten entwickelten.

Die San Antonio Spurs mit Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl zählen dagegen zu den Außenseitern, die aber in der Auftaktrunde gegen die im Westen als Nummer zwei gesetzten Denver Nuggets für eine Überraschung sorgen wollen. Denn während die von Trainerikone Gregg Popovich betreuten Spurs mit der 22. Play-off-Teilnahme en suite den NBA-Rekord egalisiert haben, sind die Nuggets erstmals seit 2013 wieder in der Postseason dabei. Denvers serbischer All-Star Nikola Jokic verfügt somit über keinerlei Erfahrung in der heißen Phase der Titeljagd.

Die NBA-Meister seit 2010:
2010: Los Angeles Lakers
2011: Dallas Mavericks
2012: Miami Heat
2013: Miami Heat
2014: San Antonio Spurs
2015: Golden State Warriors
2016: Cleveland Cavaliers
2017: Golden State Warriors
2018: Golden State Warriors

Die e
rfolgreichsten Teams der NBA-Geschichte:
Boston Celtics17 (zuletzt 2008)
Los Angeles Lakers16 (zuletzt 2010)
Chicago Bulls6 (zuletzt 1998)
Golden State Warriors6 (zuletzt 2018)
San Antonio Spurs5 (zuletzt 2014)

Bisherige Teams mit zumindest drei Titeln en suite:
M
inneapolis Lakers (1952-1954)
Boston Celtics (1959-1966)
Chicago Bulls (1991-1993 und 1996-1998)
Los Angeles Lakers (2000-2002)

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