Di, 23. April 2019
12.04.2019 07:12

Steine als Geschosse

Felssprengung in Bregenz ging dramatisch schief

Eine Felssprengung ist am Mittwoch in der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz gehörig schiefgegangen. Fensterscheiben, Dachziegel und auch Hausfassaden wurden in Mitleidenschaft gezogen, als zahlreiche faustgroße Gesteinsbrocken in eine Wohnhausanlage geschleudert wurde. Die zu Geschossen mutierten Steine flogen dabei bis zu 100 Meter weit durch die Luft, doch „wie durch ein Wunder“ wurde laut Polizei niemand verletzt. Es wurde Anzeige an die Staatsanwaltschaft erstattet.

Kurz nach 11 Uhr kam es am Mittwoch zu einer Nachsprengung an der Baustelle „Funkenbühel“. Der Bereich war speziell abgesichert, und zwar mit insgesamt zehn schweren Sprengschutzmatten. Doch die Sprengung sollte nicht wie geplant ablaufen.

Häuser und Autos beschädigt
Weil vermutlich aufgrund der Gesteinsbeschaffenheit ein Bohrloch „ausfuhr“, wie es der Sprengmeister formulierte, wurden im Zuge der Explosion zahlreiche Gesteinsbrocken in Richtung der rund 100 Meter entfernten Wohnanlage in der Hauengasse katapultiert. Fensterscheiben und Dachziegel wurden in der Folge zerstört sowie Hausfassaden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Bei einem bei der Wohnanlage geparkten Pkw durchschlug ein Felsbrocken sogar die Windschutzscheibe.

„Sicherheitsvorkehrungen eingehalten“
Laut Polizei war die Sprengung behördlich genehmigt und vom Sprengmeister ordnungsgemäß durchgeführt worden. Auch die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen seien eingehalten worden, hieß es. Wegen des Verdachts der „fahrlässigen Gemeingefährdung durch Sprengmittel“ wurde der Vorfall aber bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt. Die auf der Baustelle beschäftigte Spezialfirma hatte seit vergangenem Dezember bereits 17 Sprengungen erfolgreich vorgenommen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Vorarlberg
Aktuelle Schlagzeilen
Keinen Helm getragen
Bub (9) bei Unfall mit Quad schwer verletzt
Burgenland
Bundesliga-Ticker
LIVE ab 19 Uhr: Siegt Rapid endlich in Hartberg?
Fußball International
Bundesliga-Ticker
LIVE ab 19 Uhr: Admira um dritten Sieg in Serie
Fußball National
Bundesliga-Ticker
LIVE ab 19 Uhr: Wacker im Westderby unter Druck
Fußball National
Wie geht es weiter?
Raphael Holzhauser trainiert bei Zweitligist mit
Fußball National
Auch Auto beschädigt
Morddrohung gegen NEOS-Chef: Täter gefasst!
Steiermark
Plus Geisterspiel
Sterling fordert Punkteabzug bei Rassismus-Eklats
Fußball International
40 Mio. für neue Piste
Flughafen Salzburg: Sperre dauert bis 28. Mai
Österreich
Wanne voll Helles
Island-Kapitän badet im Bier und casht dabei ab!
Fußball International
„Die Kommissarin“
Fernsehstar Hannelore Elsner ist tot
Adabei
Vorarlberg Wetter
9° / 18°
stark bewölkt
12° / 20°
leichter Regen
10° / 20°
stark bewölkt
13° / 21°
bedeckt

Newsletter