Fr, 19. April 2019
12.04.2019 16:00

Die SPÖ schlägt Alarm:

214 Schulsanierungen sind in der Warteschleife

„Bitte warten“, heißt es für viele Schuldirektoren. Vor zum Teil über 20 Jahren haben sie um die Erneuerung der Schule angesucht, aber kein grünes Licht erhalten. Laut SP ist der „Umbau-Rucksack“ letztes Jahr wieder schwerer geworden. Für die 214 offenen Projekte fehlt eine halbe Milliarde €.

„Der Schulsanierungsrucksack wird von Jahr zu Jahr schwerer. Wenn dass ÖVP-Schulreferentin Christine Haberlander die Gemeinden dabei nicht besser unterstützt, dann werden sich viele Schulkinder mit sanierungsbedürftigen Gebäuden anfreunden müssen“, warnt SPÖ-Bildungssprecherin Sabine Promberger. Sie stützt sich dabei auf die Beantwortung der von ihr gestellten schriftlichen Landtagsanfrage an Haberlander.

Halbe Milliarde Euro fehlt
Aus dieser geht hervor, dass sich insgesamt 214 Projekte in der Warteschleife befinden. Rund 525 Millionen Euro müssten dafür investiert werden.

53 Bauvorhaben sind bewilligt
Aktuell sind 53 Bauvorhaben mit einem Volumen von 132 Millionen € bewilligt – nach zum Teil vielen Jahren auf der Warteliste. 1998 hat die Volksschule Leonstein in Grünburg um die Modernisierung angesucht. „Ein Einreichdatum hat nichts mit dem aktuellen Verfahrensstand zu tun hat. Das ist auch darin begründet, dass es Gemeinden gibt, die eine Schulsanierung vorbeugend anmelden, jedoch die entsprechenden Unterlagen nicht vorlegen“, hält das Bildungsressort fest.

41 Schulen werden aktuell erneuert
Neben den bewilligten Bauvorhaben gibt es 30 Projekte der Kategorie „genehmigungsfähig“ und 131 Schulsanierungen, die lediglich „bekannt“ sind. Aktuell sind übrigens 41 Erneuerungen um 143 Millionen € am Laufen – etwa jene der Volksschule Gaspoltshofen. Ein Projekt mit Einreichdatum 5. Mai 1992.

Mario Zeko
Mario Zeko

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