10.04.2019 22:45 |

„Prozess findet statt“

Khashoggi-Familie dementiert Entschädigungszahlung

Die Familie des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi hat bestritten, sich mit Saudi-Arabien außergerichtlich einigen zu wollen. „Der Prozess findet statt, und es gibt oder gab keine Gespräche über eine Einigung“, teilte Salah Khashoggi, der älteste Sohn des ermordeten Regierungskritikers, am Mittwoch auf Twitter mit.

Zuvor hatte die „Washington Post“ berichtet, die vier Kinder Khashoggis seien mit Luxusvillen und monatlichen Zahlungen entschädigt worden. So solle erreicht werden, dass sich die Familie weiterhin mit öffentlichen Äußerungen zu dem Fall zurückhalte, berichtete die Zeitung, für die Khashoggi einst geschrieben hatte.

Elf Mordverdächtige in Saudi-Arabien vor Gericht
Der Regierungskritiker hatte am 2. Oktober 2018 das Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul betreten, um Dokumente für seine Hochzeit abzuholen. Er tauchte nie wieder auf. Erst unter immensem internationalen Druck gab Saudi-Arabien die Tötung des im Exil lebenden Khashoggi zu und leitete Ermittlungen ein. In Saudi-Arabien müssen sich mittlerweile elf Verdächtige wegen des Mordes vor Gericht verantworten.

Es gibt Hinweise, dass höchste Kreise Saudi-Arabiens um Thronfolger Mohammed bin Salman den Mord Khashoggis veranlasst haben könnten oder zumindest davon wussten. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten sich in der Debatte aber klar hinter die saudische Führung und den Kronprinzen gestellt - was in den USA wie international auf viel Kritik und Unverständnis stieß.

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