Mehr Frauen am Ruder

Landestheater-Spielplan für 2019/20 vorgestellt

Der Spielplan für die Saison 2019/20 wurde am Landestheater Linz präsentiert und sieht 39 Neuproduktionen und fünf Wiederaufnahmen vor. Das Motto der Spielzeit: „Bekenntnisse“ - wohl auch zu mehr Frauen im Regiesessel, denn fast die Hälfte aller Inszenierungen wird in der nächsten Saison von Frauen stammen.

„Wofür stehen wir, was ist unsere Überzeugung?“, fragt Intendant Hermann Schneider und hat sich als Motto für die Landestheater-Spielzeit 2019/20 „Bekenntnisse“ ausgesucht. Diese Bekenntnisse will er nicht „wie eine Waffe“ vor sich hertragen, sondern in verschiedene Dialoge setzen. Etwa bei zehn statt der letztjährigen sieben Uraufführungen: „Sie haben alle eine inhaltliche Dringlichkeit.“

So wie die Auftragskomposition „Unter dem Gletscher“ von Michael Obst, mit dem man schon bei „Solaris“ und „Die andere Seite“ zusammengearbeitet hat, oder das spartenübergreifende Stück „Die Schule“.

Mega-Hit zu Saisonbeginn
Ein Publikumshit dürfte das Musical „Sister Act“ nach der bekannten Komödie mit Whoopie Goldberg werden, mit dem am 7. September die Saison eröffnet wird. Dann wird man schon einige brandneue Mitglieder im Musical-Ensemble erleben können: Sanne Mieloo, Celina dos Santos, Lukas Sandmann, Karsten Kenzel und David Arnsperger. Nach „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ wird es als Musical-Uraufführung nächste Saison „Fanny und Alexander“ geben - und zwar von den Machern der preisgekrönten Produktion „In 80 Tagen um die Welt“.

Ein Zugeständnis an das Publikum, das deutschsprachige Stücke bevorzugt, war „Die Entführung aus dem Serail“ im Mozart-Zyklus. Große Namen gibt es auch mit Wagners „Parsifal“ und Verdis „Il Trovatore“ sowie der Operette „Der Bettelstudent“ von Millöcker.

Musik-Atombombe als großes Tanz-Ereignis
Tanzdirektorin Mei Hong Lin wird sich ebenfalls großer Namen annehmen: „Le Sacre du Printemps“ sei eine „musikalische Atombombe, der Traum jedes Choreografen“. Etwas lieblicher wird es mit „Cinderella“: „Damit werden wir ein Bekenntnis dazu abgeben, dass Träume wahr werden können.“ Nach Johann Kresnik inszeniert auch wieder eine große Tanzpersönlichkeit in Linz: Urs Dietrich übernimmt die Uraufführung „Credo“. „Carmina Burana“ wird wiederaufgenommen.

Im Schauspiel treffen Klassiker wie Schillers „Maria Stuart“ oder „Nathan der Weise“ auf Neues wie „Jedermann (stirbt)“ des erfolgreichen Ferdinand Schmalz oder die Uraufführung „Prometheus unbound“ der Cyberräuber Berlin. Für die jungen Theaterfans wird - endlich - „Tschick“ nach dem Bestseller von Wolfgang Herrndorf auf die Bühne gebracht, seit Jahren das meistgespielte Jugendstück im deutschsprachigen Raum. Für die Kleineren: „Die Schneekönigin“ oder „Angstmän“.

Ein klares Bekenntnis ist jedenfalls, dass fast die Hälfte aller 39 Inszenierungen von Frauen stammen werden, beim Jungen Theater sitzen gar bei allen sieben Stücken Frauen im Regiesessel. „Ganz ohne Quote“, wird versichert.

Der Kartenvorverkauf - Schauspiel soll im Schnitt günstiger werden - startet am 23. April um 9 Uhr. Alle Stücke im Detail und Karten auf www.landestheater-linz.at 

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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