Körper & Lust

Analsex-Workshop an Uni Wien sorgt für Diskussion

Orgasmen an der Uni sind für einige Studenten vielleicht nichts Neues - als eigenes Themengebiet einer Vorlesung oder gar eines Workshops sorgen sie allerdings für Aufsehen. Unter dem Motto „Anatomie und Analsex“ im aktuellsten Angebot der Universität Wien. Gefördert wird das Projekt unter anderem von der ÖH - im Netz sorgen sie damit wortwörtlich für heiße Diskussionen.

# Aufklärung?

Mit folgendem Text wird die Veranstaltung beworben: „Diesmal geht’s um Körper, Lust und Analsex. Wo sind eigentlich Klitoris, Prostata und Muttermund? Was hat das mit Lust zu tun? Wir reden über Ejakulation von Menschen mit Penis und Menschen mit Vulva, über Orgasmen und schließlich über den Po. Warum fühlt sich Berührung am Anus gut an und wie kann man sich vortasten? Was ist überhaupt alles Analsex? Wie geht das, ohne dass es weh tut und was ist beim Erkunden dieses Teils des eigenen Körpers und der Körper anderer wichtig?“
Was einige sicherlich zum Schmunzeln oder gar laut Loslachen bringt, ist für andere ein absolutes Tabu-Thema. Doch interessiert es im Grunde doch irgendwie jeden. Den aktuellen Diskussionen zufolge zumindest, denn die Studenten lässt diese Veranstaltung nicht kalt.

# Kostenlos für alle

In 2,5 Stunden soll der kostenlose Workshop, der heute (10. April) um 18.30 an der Uni Wien stattfindet, alle Interessierten über die Themen Körper, Lust, Prostata und Po aufklären. „Der Workshop ist ein Raum für Information, Reflexion, Fragen und Austausch. Es wird Input, Diskussion und Selbstreflexion geben. Der Workshop ist interaktiv gestaltet, aber Mitmachen ist jederzeit freiwillig!“, heißt es in der Veranstaltung auf Facebook. Fraglich ist der Aspekt „mitmachen“. Es könnte spannend werden. Abgehalten wird das Ganze von jungen Menschen, die sexualpädagogisch aktiv sind. Genaueres wird noch nicht verraten.

# Meinungen gespalten

Während durchaus einige Studenten das Thema wirklich ernst nehmen, sehen es andere absolut nicht so entspannt. „Hat die ÖH keine besseren Projekte zu finanzieren als einen Analsex Workshop? (...) Welcher Vollidiot bewilligt sowas, das ist ja unglaublich“, zeigt sich ein User empört. Wieder andere feiern diese Aktion. Auch auf Instagram zeigen sich viele Studenten belustigt. „Schade, ich habe die Anmeldung verpasst“, postet eine Userin der Germanistik. Viele weitere treten dem Ganzen mit viel Sarkasmus entgegen. Wie der Workshop tatsächlich laufen wird, zeigt sich heute Abend. Immerhin war die Teilnehmerliste bereits am 7. April voll.

# Weitere Workshops geplant

Unter dem Profilnamen „Zweite Aufklärung“ werden bereits weitere Workshops für das Sommersemester angekündigt. Für den 14. Mai wird das Thema noch geheim gehalten und am 29. Mai dreht sich alles um Beziehungen und - oh Wunder - Sex. Der Andrang ist bereits jetzt vorherzusehen.

April 2019

Was meint ihr dazu? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Vanessa Licht
Vanessa Licht
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mehr