09.04.2019 06:25 |

Nach Mord an Khashoggi

USA verhängen Einreiseverbot gegen 16 Saudis

Im Zusammenhang mit der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat die US-Regierung Einreiseverbote für 16 ehemalige saudische Regierungsmitarbeiter verhängt. Im November hatte das US-Finanzministerium bereits Sanktionen gegen diese Personen und einen weiteren Betroffenen verhängt.

Ihre Vermögenswerte in den USA wurden eingefroren, US-Staatsbürger dürfen seitdem keine Geschäfte mehr mit ihnen machen. Nun wird ihnen und ihren engen Familienmitgliedern auch die Einreise in die USA untersagt, teilte das US-Außenministerium am Montagabend (Ortszeit) in Washington mit.

Regierungskritiker in Konsulat getötet
Der Regierungskritiker Khashoggi, der für die „Washington Post“ arbeitete, hatte am 2. Oktober 2018 das Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul betreten, um Dokumente für seine Hochzeit abzuholen. Er tauchte nie wieder auf. Erst unter immensem internationalem Druck gab Saudi-Arabien die Tötung des im Exil lebenden Khashoggi zu und leitete Ermittlungen ein.

Der prominenteste Betroffene der US-Strafmaßnahmen ist Saud bin Abdullah al-Kahtani. Er war zuständig für Medienangelegenheiten am Königshof und wurde in der Nacht gefeuert, in der Riad den Tod Khashoggis eingeräumt hatte. Al-Kahtani gilt als enger Vertrauter von Kronprinz Mohammed bin Salman.

Trump stellte sich hinter Kronzprinzen
Es gibt Hinweise, dass höchste Kreise Saudi-Arabiens um den Thronfolger den Mord Khashoggis veranlasst haben könnten oder zumindest davon wussten. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten sich in der Debatte aber klar hinter die saudische Führung und den Kronprinzen gestellt - was in den USA wie international auf viel Kritik und Unverständnis stieß.

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