Di, 23. April 2019
10.04.2019 07:42

Los im Zweifelsfall

Wohnungsvergabe per Streichholz

Im Zweifelsfall entscheidet ein Streichholz über Vergaben in großen Neubauten in der Stadt: Was aufs Erste nach völliger Willkür klingt, wird tatsächlich so praktiziert. Die Regelung soll den Wohnungswerbern eigentlich mehr Fairness und Freiheiten garantieren. Mit herben Enttäuschungen ende das so gut wie nie, heißt es.

Ein Salzburger, der sich für eine Wohnung am Ex-Kasernenareal in der Riedenburg interessierte, schlug jetzt Alarm. Er habe bei der Entscheidung das kürzere Zündholz gezogen.

Bei der GSWB wird die Methode bestätigt. Stadt, Wohnbauträger und die Soziologin Rosemarie Fuchshofer begleiten die Vergaben bei großen Neubauprojekten. Fuchshofer achtet darauf, dass keine Schieflagen wie soziale Einseitigkeiten entstehen: „Bei Neubauten gibt es immer eigene Vergabesitzungen“, erklärt sie. Es werden genausoviele Wohnungssuchende eingeladen wie Wohnungen zur Verfügung stehen. Die Wohnungsgrößen sind je nach Familienstand und Förderung vorgegeben. Wer aber welche Zwei- oder Dreizimmerwohnung in dem Projekt bekommt, kann schon einmal das Los entscheiden.

„Wie sollen wir das sonst machen? Ich halte das für eine sehr faire Lösung“, so Fuchshofer. Früher habe das Amt noch jede einzelne Wohnung zugewiesen, jetzt soll es mehr Mitsprache geben. Und dass tatsächlich mehrere Parteien bis zum Schluss um eine spezielle Wohnung - oft geht es um das Stockwerk - kämpfen, käme äußerst selten vor.

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