Fr, 19. April 2019
08.04.2019 09:18

10.000 € Schaden:

Sprayer „verzierten“ Kirche

Wenn man schon die denkmalgeschützte Kirche in seinem Heimatort mit Graffiti beschmiert, dann sollte man wenigstens nicht seinen Rufnamen verwenden. Diese Erfahrung machte ein Jugendlicher in Tulln. Nachdem er mit Freunden großen Sachschaden angerichtet hatte, kam ihm die Polizei schnell auf die Schliche.

Schmierereien, Diebstahl, Sachbeschädigung: Die vier Jugendlichen richteten bei ihrem Streifzug in der Stadt vergangenen Herbst mehr als 10.000 Euro Schaden an. Zwei der Täter (14 und 15 Jahre alt) mussten sich dafür jetzt in St. Pölten vor Gericht verantworten. Erschienen war aber nur der ältere der beiden, der die „Dummheit“ mittlerweile bereut.

Doch die Liste der Vorwürfe ist ernst: Über mehrere Wochen hatten sie die denkmalgeschützte Kirche, die Stadtmauer, eine Telefonzelle sowie mehrere Hausfassaden und Gartenzäune mit Lack verunstaltet. Die aufwendige Entfernung zahlte der Vater des Beschuldigten - vorerst, wie er zu Protokoll gab. Das Geld werde er sich von seinem Sohn selbstverständlich wieder zurückzahlen lassen, notierten Gerichtskiebitze. Der Richter ließ Milde walten und verdonnerte den 15-Jährigen zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der Schüler nahm das Diversionsangebot dankbar an. Sein 14-jähriger Mitangeklagter war zum Prozess erst gar nicht erschienen. Nicht einmal für seinen Verteidiger war er zu sprechen, heißt es. Beim nächsten Verhandlungstermin wird er nun von der Polizei vorgeführt. Nicht unbedingt ein Milderungsgrund, wie Juristen wissen.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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