08.04.2019 06:26 |

Im Kongresshaus

Zum neuen Job mit langer Nacht der Karriere

Nicht nur kleine Betriebe kämpfen heuer wieder um junge Fachkräfte und Lehrlinge. Sondern auch die großen Namen der Salzburger Wirtschaft,die sich zunehmend kreativ zeigen, um Talente anzulocken: Wie auch 22 Unternehmen, die am Dienstag gut 400 junge Menschen zum „Speed-Schnuppern per Bus“ bei der langen Nacht der Karriere einladen.

Den Nachmittag gemütlich bei Kaffee und Kuchen verbringen? Zwischen den Messeständen bummeln, danach ab 16 Uhr drei vorab ausgewählte Salzburger Unternehmen besuchen und dabei kleine Geschenke abstauben? Und anschließend den Tag ab 20 Uhr bei einer gemütlichen Party ausklingen lassen?

Klingt nach einer Tour für junge Wirtschaftsdelegierte aus fernen Ländern. Ist es aber nicht: Sondern es ist der fast schon minuziös geplante Nachmittag der „langen Nacht der Karriere“. Einem Veranstaltungsformat, das Dienstag zum neunten Mal im Kongresshaus stattfindet, bei dem 22 Unternehmen versuchen, rund 400 junge Menschen mit vielen Zuckerln und persönlichem Kontakt anzuwerben.

2600 Auszubildende werden gesucht
Denn junge Fachkräfte. Lehrlinge und Praktikanten sind in Salzburg mittlerweile Mangelware: Alleine heuer werden 2600 Auszubildende gesucht. Dass auch heuer wieder die Unternehmen kreativ darin sind – wie beispielsweise auch Porsche, Skidata oder auch Stiegl – die jungen Menschen im Rahmen der interaktiven Job-Messe mit vielen Extras zu locken, habe seinen Grund, meint Veranstalter Hannes Maier: „Es geht heute nicht mehr darum, die 100. Messe zu veranstalten, sondern viel mehr darum Jobinteressierten einen Blick hinter die Kulissen zu geben und sich dabei Arbeitgeber sichtbar zu machen.“

Vor allem in den digitalisierten Bereichen, wie in der IT-Branche, in der viele Arbeitskräfte gesucht werden, sei dieser Kontakt offline besonders wichtig. So steht beispielsweise eine eigne IT-Tour zu Porsche, Ramsauer & Stürmer sowie Spar auf dem Programm.

Die Bindung ist offline stärker
Der Grund dafür liege auf der Hand: „Die Erfahrung zeigt, das offline sehr bindungsvoller ist, also das Treffen jenseits der ganzen Technologie, was vor allem den IT-Bereich stark betrifft“, meint Maier, der das Event seit zwei Monaten vorbereitet. Das scheint zu ziehen: 400 Schüler, Studenten und junge Fachkräfte auf Job- oder auch Praktika-Suche haben sich heuer wieder vorab angemeldet.

In den vergangenen Jahren habe das Modell funktioniert: „Es ist für junge Arbeitnehmer, aber auch für Unternehmen eine gute Möglichkeit, in Kontakt zu treten, es haben sich schon viele Arbeitsverhältnisse durch solche Events ergeben“, so Maier.

Wer sich selbst ein Bild machen will, kann sich noch spontan für das Event anmelden. Es ist nicht der einzige Termin: Auch in Innsbruck gibt es den Mitarbeiterfang der besonderen Art.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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