Vollgas!

E-Scooter: Anbieter im Test und Preisvergleich

E-Scooter erfreuen sich in Wien immer höherer Beliebtheit und auch die Anbieteranzahl steigt. Mittlerweile gibt es fünf verschiedene Scooter-Marken, zwei weitere (Arolla und Voi) haben sich noch für dieses Monat angekündigt. Die elektrischen Tretroller sind ein flexibles Transportmittel für den innerstädtischen Verkehr. Doch ist die Bedienung auch einfach? Und wie sieht es mit den Kosten aus? City4U wagte den Test. 

Kosten
Wer einen E-Scooter ausborgen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein, ein Smartphone besitzen, um sich die App des jeweiligen Anbieters downloaden zu können, sowie im Besitz einer Kreditkarte sein, um diese als Zahlungsmittel hinterlegen zu können. Prepaid-Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Beim aktuell neuesten Anbieter „Byke“ ist auch eine Zahlung via PayPal erlaubt. Die Fahrt mit dem E-Scooter kostet bei allen Anbietern gleich viel. Man zahlt einen Euro für das Entsperren des Rollers und zusätzlich 15 Cent pro Minute.

Gebiete
Die Geschäftsgebiete der Betreiber sind begrenzt. Scooters von Tier, Flash und Byke dürfen nur innerhalb des Gürtels abgestellt werden, Lime deckt auch Bereiche außerhalb des Gürtels ab, ebenso wie Bird. Scooter dieses Anbieters können in ganz Wien gefahren und abgestellt werden. Einzige Ausnahme ist der 21. Bezirk. Das Parken des Rollers außerhalb der angegeben Zone kann teuer werden. Lime etwa verlangt 25 Euro Strafzahlung, bei Byke werden sogar 100 Euro als Gebühr erhoben. 

Nutzungszeiten
Jeden Abend werden die E-Scooter von den jeweiligen Anbietern eingesammelt, Nachts können sie dementsprechend nicht genutzt werden. Scooter von „Wind“ können bis 23 Uhr gemietet werden, andere bis 21 Uhr bzw 22 Uhr. (Es wurden jedoch auch schon E-Scooter nach dieser Uhrzeit auf der Straße gesichtet.) Die meisten Roller stehen ab 7 Uhr Morgens zur Verfügung. 

App
Der Nutzungsumfang der Apps ist ziemlich identisch. Die Bedinung durchgängig sehr einfach. Auf der Karte werden die nahe gelegenen freien Scooter angezeigt, ein Fahrtenbuch gibt einen Einblick in die zurückgelegten Distanzen. Buchung und Beendingung der Fahrt erfolgt über die App. Bei „Bird“ und „Lime“ muss die Position des Scooters via Foto dokumentiert werden. 

Der City4U Scooter-Test

Die Nutzung der Scooter ist ganz einfach. Die App ist binnen weniger Sekunden auf dem Handy und sofort hat man nach Eingabe der Kreditkarteninfo im Überblick, ob sich ein Scooter in der Nähe befindet oder nicht. Bei „Bird“ und „Lime“ muss man vor Fahrtantritt den QR-Code des Scooters scannen, um den Roller zu entsperren. Danach einfach kurz anschieben, Gashebel betätigen und los geht‘s. Gebremst wird auf der linken Seite des Lenkers. Beim Anbieter „Tier“ wird der Scooter via Start-Knopf in der Lenkrad-Mitte in Kombination mit der App freigeschalten. 

Bei „Byke“ ist neben der Kreditkarteninfo für die Registrierung auch die Angabe der Handynummer erforderlich, die Freischaltung des Accounts erfolgt via SMS-Code. Auch hier muss der Startknopf nach Freischaltung in der App in der Mitte des Lenkers gedrückt werden. Die Roller von „Byke“ verfügen auch über eine Rücktrittsbremse. Auch bei „Flash“ ist die Angabe der Handynummer verpflichtend. Während am ersten Versuchstag die App hier leider nie die Handynummer erkannt hat (was natürlich etwas ärgerlich ist, wenn man spontan entschließt, sich einen Roller auszuborgen) hat am zweiten Tag alles problemlos funktioniert. Auch hier muss, sobald man einen Scooter gefunden hat, dieser via QR-Code aktiviert werden.

Scooter fahren: Ein Erlebnis!

Kaum is der Scooter entriegelt, geht es auch schon los. Doch Vorsicht: Die Roller haben eine Bauarthöchstgeschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde, die Geschwindigkeit der auszuleihenden E-Scooter ist jedoch auf etwa 16 Kilometer pro Stunde beschränkt. Was nicht so rasant klingt, ist es, wenn man es nicht gewöhnt ist, aber doch. Die Anbieter empfehlen, nur auf Radwegen zu fahren. E-Roller auf Gehwegen/Bürgersteigen sind nicht erlaubt. Das ist auch vernünftig, da der Bremsweg bei Vollgas etwas länger ist, als man vielleicht glauben mag und das kann auf dem Gehsteig ganz schön gefährlich werden. Alles in allem ist die Bedienung aber leicht, auch der Ausleihvorgang geht schnell und unkompliziert.

Wichtig: Wer einen Scooter ausleiht sollte vor Nutzung sichergehen, dass dieser noch genügend Akku hat. Bei niedrigem Füllstand lässt die Leistung nämlich etwas nach.

April 2019

Viktoria Graf
Viktoria Graf
Julia Ichner
Julia Ichner

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