Aufgriffe in Bulgarien

Entflohener Häftling setzte sich per Fernbus ab

Sieben Monate war er auf der Flucht - nun hat der lange Arm des Gesetzes zugeschlagen: Bei der Kontrolle an der serbisch-bulgarischen Grenze flog ein aus der Justizanstalt Asten (OÖ) entflohener geistig abnormer Rechtsbrecher auf. Wie auch ein mutmaßlicher Vergewaltiger, der per rot-weiß-rotem Haftbefehl gesucht wurde. Beide wollten in ihr Heimatland Türkei.

In Wien verurteilt, unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und Erpressung, landete der 23-Jährige 2017 im Forensikzentrum Asten (Außenstelle der Justizanstalt Linz und zugleich eine der zwei Einrichtungen für geistig abnorme Rechtsbrecher im Lande). Nach einem Jahr hatte der Häftling mit türkischer Herkunft genug von der oberösterreichischen Luft: Bei einem Freigang machte sich der Mann im August des Vorjahres aus dem Staub.

Nach Monaten Aufgriff im Fernbus
Monatelang fehlte vom entflohenen Häftling jede Spur – bis jüngst die bulgarische Grenzbehörde nach Wien durchklingelte. Sie hätte einen Mann in einem Fernbus kontrolliert, dessen rot-weiß-roter Pass nicht seiner wäre. Ein Abgleich der Fingerabdrücke war schließlich des Rätsels Lösung: Der Gesuchte hatte sich für die Reise das Dokument seines Cousins „ausgeborgt“. Haft!

Vergewaltiger auf der Flucht an Grenze gefasst
Nur rund 355 Kilometer entfernt, diesmal aber im Süden Bulgariens, klickten am Grenzübergang Kapitan Andreewo ebenfalls im Namen der österreichischen Justiz die Handschellen. Wie auch der entflohene Häftling wollte sich ein mutmaßlicher Vergewaltiger (44), der vom Innsbrucker Gericht gesucht wurde, in seine Heimat Türkei absetzen.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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