Sehr praktisch!

Statt Pille: Ohrringe als neue Verhütungsmethode?

Ohrringe und Ketten als Verhütungsmethode statt der Pille? Was total verrückt klingt, könnte bald Wirklichkeit werden. Forscher arbeiten an einem ganz neuen Konzept zur Empfängnisverhütung. 

Was im ersten Moment seltsam klingt, wird gerade tatsächlich erforscht: Schmuck als Verhütungsmittel. Aktuell wird die neue Empfängnisverhütungsmethode am „Georgia Institute of Technology“ getestet. Dabei wird eine Trägerschicht mit Verhütungshormonen auf Ringen, Ohrringen oder Uhren angebracht. Ähnlich wie beim Verhütungspflaster sollen die Hormone dadurch über die Haut aufgenommen werden können und so eine Schwangerschaft verhindern. 

Bisher wurden Tests dazu mit Schweinen und Ratten durchgeführt. Diese trugen den Schmuck jeweils 16 Stunden, angepasst an die durchschnittlich ermittelte Tragedauer von Schmuck durch den Menschen, bevor er wieder für acht Stunden entfernt wurde. Wie die Ergebnisse im „Journal of Controlled Release“ zeigen, konnten die Tiere dabei tatsächlich mit einer ausreichenden Menge an Hormonen versorgt werden. 

„Je mehr Verhütungsoptionen zur Verfügung stehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Bedürfnisse einzelner Frauen erfüllt werden können“, ist Mark Prausnitz vom Georgia Institute of Technology überzeugt. Den Vorteil der potenziellen Verhütungsmethode sehen die Forscher in der kleinen Größe der Produkte. Der Verhütungsschmuck soll zudem auch eine diskretere Verwendung ermöglichen, da die angebrachten Hormonpatches nicht größer als ein Quadratzentimeter sind.

Klinische Tests an Menschen wurden aktuell noch nicht durchgeführt. Die Markteinführung ist entsprechend noch ziemlich ungewiss. 

April 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner

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