03.04.2019 15:00 |

Auf Flug Kiew - Wien

Österreicher hatte radioaktive Uhr im Gepäck

Strahlenalarm auf dem Flughafen Kiew - ausgelöst von einem österreichischen Passagier. Eine Schiffsuhr, die der ahnungslose 43-jährige Reisende auf einem Markt erstanden hatte, überstieg den zulässigen Gammastrahlungs-Grenzwert um das Zehnfache! Das nautische Schmuckstück stammt möglicherweise aus dem Inneren eines Atom-U-Boots.

Ohne Böses zu ahnen, spazierte der Tourist aus Österreich auf dem Flughafen Borispol in der ukrainischen Hauptstadt durch die Sicherheitskontrolle - bis plötzlich die Alarmglocken schrillten. Der Geigerzähler der Grenzpolizisten hatte bei der Kontrolle des Handgepäcks des 43-Jährigen wie wild angeschlagen. Auch kein Wunder: Die gemessene Gammastrahlung fiel zehnmal höher aus, als der zulässige Grenzwert es erlaubt.

Umgehend wurden die Habseligkeiten des Passagiers untersucht. Und die Beamten wurden rasch fündig: Die radioaktive Bedrohung ging von einer sogenannten Schiffsuhr aus - ein nautischer Chronometer, der in der Seefahrt zur Bestimmung des Längengrades eingesetzt wird.

Fundstück von Markt wurde Spezialisten übergeben
Auf einem Markt in Kiew hatte der Österreicher die ganz spezielle Uhr aufgestöbert und erstanden. Dass dieses Fundstück derart gefährlich ist, hätte der geschockte Tourist nie geahnt. Der radioaktive Marine-Chronometer wurde unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen noch im Flughafengebäude isoliert und schließlich Spezialisten der zuständigen Behörde übergeben.

Experten gehen davon aus, dass die nautische Uhr einst in einem Atom-U-Boot im Einsatz war.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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