Echt wahr?

Neues Produkt verspricht Alkoholrausch ohne Kater

Es kann manchmal ganz witzig und angenehm sein, ein oder zwei Gläschen Wein zu viel zu trinken. Hat man am Abend noch wahnsinnig viel Spaß, sieht das am nächsten Morgen jedoch ganz anders aus. Der Kopf dröhnt, der Durst bringt einen um und man will nicht einmal die große Zehe bewegen. Der Kater hat zugeschlagen. Doch das soll schon bald der Vergangenheit angehören: Ein britischer Wissenschaftler hat nämlich einen synthetischen Alkohol-Ersatz entwickelt, der einen zwar betrunken macht, jedoch nicht mit einem Kater straft.

Obwohl Alkohol natürlich seine vermeintlich positiven Seiten hat, darf man nicht vergessen, dass Alkoholismus mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden ist. 83 Prozent der Frauen und fast 90 Prozent der Männer trinken Alkohol. Zehn Prozent der Österreich trinken täglich, fast die Hälfte der Einheimischen ab 16 Jahren trinken mehrmals die Woche Bier, Wein oder Hochprozentiges. Das sind alarmierende Zahlen. Regelmäßiger, starker Alkoholkonsum führt nicht nur zur Sucht, sondern auch zu frühzeitigem Tod, Krebs und Herzproblemen.

Der britische Wissenschaftler David Nutt weiß das ebenso und arbeitet, seit er ein Student ist, daran, die negativen Effekte von Alkohol zu beseitigen. Nun - einige Jahrzehnte nach seiner Studienzeit - ist es ihm gelungen, einen synthetischen Alkohol-Ersatz herzustellen, der denselben Rausch wie Alkohol auslösen kann, jedoch ohne die gesundheitlichen Folgen. Nutt konzentrierte sich auf die Wirkung von Wein und Co. auf das Gehirn und entdeckte, dass man bestimmte Bereiche manipulieren kann, um die selben Effekte wie Alkohol zu erzielen.

Daraufhin entwarf er ein Molekül, dass im Gehirn so wirkt wie Hochprozentiges: Alcarelle. Dies muss jetzt nur noch in das passende Getränk umgewandelt werden. Dies wird jedoch erst frühestens in drei Jahren passieren, wie Nutt im Guardia erzählt. Nutt möchte kein eigenes Getränk herstellen, sondern Firmen Alcarelle zum Verkauf anbieten, jene sollen es dann so verwenden, wie sie es möchten. Die Alkoholhersteller zeigen großes Interesse an dem von Nutt hergestellten Molekül und wollen darin investieren. Übrigens: Nutt und seine Kollegen testen Alcarelle so oft sie wollen, schließlich wäre es „moralisch nicht vertretbar, Millionen von Pfund für etwas auszugeben, dessen Wirkung du nicht bestätigen kannst.“

April 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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