Fr, 19. April 2019
02.04.2019 12:08

Satellit abgeschossen

Raumstation ISS von Schrott im Weltall gefährdet

Am vergangenen Mittwoch hat Indien hat im Rahmen einer Übung einen in erdnaher Umlaufbahn befindlichen Satelliten abgeschossen. Der dabei entstandene Weltraumschrott gefährde nun die Internationale Raumstation ISS, beklagt der Chef der US-Raumfahrtbehörde NASA, Jim Bridenstine, der die Zerstörung des ausgedienten Satelliten als „furchtbare Aktion“ bezeichnet.

Der Abschuss des indischen Satelliten vergangene Woche war Teil eines Raketentests Indiens. Das Flugobjekt befand sich in einer relativ geringen Höhe von 300 Kilometern, deutlich unter der Umlaufbahn der ISS und anderer Satelliten. Trotzdem stellen die herumfliegenden Teile des zerstörten Satelliten eine Gefahr für die ISS dar, warnte Bridenstine. 24 Trümmerteile seien in die Nähe der Raumstation gelangt und könnten mit dieser kollidieren.

Die Aktion der indischen Regierung (die Animation unten zeigt die Auswirkungen des Tests) sei „nicht mit der Zukunft der Raumfahrt vereinbar“, sagte der NASA-Chef. „Die NASA muss sehr deutlich machen, welche Auswirkungen das für uns hat“.

23.000 potenziell gefährliche Objekte
Das US-Militär beobachtet Objekte im All, um Kollisionen vorherzusehen und Gefahren für die Raumstationen und Satelliten zu berechnen. Aktuell werden 23.000 Objekte verfolgt, die größer als zehn Zentimeter sind.

Infolge des indischen Raketentests wurden etwa 60 Trümmerteile mit einer Größe von mindestens zehn Zentimetern geortet. Dies habe das Risiko von Zusammenstößen mit der ISS um 44 Prozent innerhalb von zehn Tagen erhöht, erklärte die NASA. Allerdings sinkt das Risiko mit der Zeit, denn der Großteil des Weltraummülls dringt in die Erdatmosphäre ein und verglüht dort.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
EL-Krimi gegen Benfica
Hütters Eintracht schafft das Wunder von Frankfurt
Fußball International
Kein Auftritt in Wien
Eishockey-Superstar Crosby sagt für WM ab!
Eishockey
Wirbel in Madrid
STREIK! Diego Costa legt sich mit Atletico an
Fußball International
NICHT am Herzen
Juve-Profi Khedira muss sich erneut OP unterziehen
Fußball International
FPÖ: „Kritik absurd“
Asylwerber: 8 Bundesländer gegen 1,50€ pro Stunde
Österreich