26.03.2019 06:20 |

Akzeptanz nimmt zu

70 Prozent der Kärntner sind für Windräder

Die Windkraft steht trotz lauter Proteste gegen konkrete Projekte hoch im Kurs: 69 Prozent der Kärntner würden Windräder in ihrer Wohngemeinde befürworten, heißt es in einer Studie. Der Ausbau kommt aber kaum voran.

Laute Proteste gegen neue Kleinkraftwerke - siehe auch Seiten 14/15 in der Kärntner Krone-Ausgabe - , fehlende Genehmigungen für die Windkraft: Die Energiewende kommt nicht richtig auf Touren - das rot-weiß-rote Energieziel von 100 Prozent grüner Stromproduktion bis 2030 ist in Gefahr.

Akzeptanz gestiegen
Dabei ist die Akzeptanz für Wind-, Sonnen- und Kleinwasserkraft neuerlich gestiegen, wie eine Studie von Alpe-Adria-Universität Klagenfurt, Wirtschaftsuniversität Wien, Deloitte und Wien Energie ausweist. „Die allgemeine Stimmung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist so gut wie noch nie“, erklärt Studienautorin Nina Hampl von der Universität Klagenfurt.

Im sonnigen Süden ist besonders Photovoltaik gefragt
Insgesamt wollen 87 Prozent der Befragten bei der neuen Energiestrategie mitziehen. Im sonnigen Süden ist besonders Photovoltaik gefragt: Grüner Strom aus Sonnenkraft stößt bei 86 Prozent der Befragten auf Zustimmung. Für Kleinwasserkraft weist das aktuelle Stimmungsbarometer eine 78 Prozent-Akzeptanz aus. Überraschend: Der Windkraft stehen immerhin 69 Prozent der Befragten positiv gegenüber. Und das, obwohl Politik, Behörden und Bürgerinitiativen der Windkraft seit Jahren den Wind aus den Segeln nehmen. Geplante Windpark-Projekte hängen seit vielen Jahren in Verfahren fest und werden mit Einsprüchen torpediert.

Für Autorin Hampl vom Institut für Produktions-, Energie- und Umweltmanagement steht jedoch fest, dass etwas passieren muss, um die grünen Ziele zu erreichen: „Der Weg für den großflächigen Umbau des Energiesystems ist bereitet. Der Ausbau selbst hält damit allerdings noch nicht Schritt.“

Das größte Ausbaupotenzial liegt bei der Windkraft und der Photovoltaik: Bis zu 13 Terawattstunden sind hier möglich. Die Wasserkraft ist mit 40,8 TWh bereits großteils ausgeschöpft.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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