22.03.2019 22:00 |

Klinik lässt es offen:

Radiologie Pinzgau: „Zukunft muss jetzt klar sein“

Kaum sind neue Fakten am Tisch, wird in Zell am See schon wieder spekuliert und taktiert: Fest steht, die befristete Kassen-Praxis im Stadtzentrum läuft schon mit Ende März aus. Die GKK war immer für eine Übersiedelung ins Spital. In der Klinik will man sich aber eine Hintertür offenlassen, um vielleicht beides zu betreiben.

Ausverhandelt wurde die spezielle radiologische Zukunft im Pinzgau schon in den Jahren 2013/14. Damals noch mit dem Ansinnen, Kosten zu sparen.

Die GKK machte jetzt definitiv klar: Die Sonderverrechnung in der Ex-Ordination von Dr. Siegfried Silli läuft schon mit Ende März aus, die Patienten seien im Spital zufrieden. Dr. Barbara Vockner, Bezirksärztevertreterin im Pinzgau, sieht das anders: „Viele Patienten wechseln in andere Bundesländer: Die Oberpinzgauer nach Kitzbühel, im Saalachtal sind St. Johann oder die Stadt Salzburg eine Alternative.“ Hausärzte hätten mit Problemen zu kämpfen. Akuttermine sind rar. Auch Ultraschalluntersuchungen sind Diskussionspunkt.

Die Tauernklinik will für die Zukunft alles offen lassen: Möglich sei auch eine Art Außenstelle in der früheren Silli-Praxis. Geschäftsführer Franz Öller: „Die Betriebsstättengenehmigung wurde für nächste Woche in Aussicht gestellt.“ Bleibt die Frage nach den Kosten: Wer zahlt zwei Radiologien? Kritisiert wird auch die Stadtgemeinde, die unter Bürgermeister Peter Padourek viel Geld – ein wohl siebenstelliger Betrag – für den Ankauf der Ordination investiert hat. Ärztekammerpräsident Karl Forstner: „Es ist an der Zeit, der Bevölkerung jetzt eine langfristige Lösung zu präsentieren.“

S. Salzmann

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