City4U hat getestet!

So gut schmecken Burger der Beaver Brewing Company

Burger, Burger, Burger: Wer in Wien lebt und die US-amerikanische Leibspeise liebt, könnte es kaum besser erwischt haben. Mittlerweile kann die Bundeshauptstadt mit einer wahren Fülle an Lokalen punkten, in denen gute bis ausgezeichnete Variationen der „Fleischlaberl-Semmel“ kredenzt werden. Preisgekröntes Craft-Bier und dazu einen großen, leckeren Burger gibt es auch bei der Beaver Brewing Company im neunten Bezirk. Und weil die Brauerei vor Kurzem - wie berichtet - von einem internationalen Reiseblog in die Top 50 der Burger-Lokale Europas gehievt wurde, hat City4U einen Test gewagt:

Eigentlich wirkt es fast so, als ob das Thema Burger in Wien jetzt echt schon sehr durch ist. Heute gibt es kaum ein Lokal, das nicht mindestens ein bis zwei Burger-Variationen auf der Speisekarte stehen hat - sei es im Wirtshaus neben Schnitzel & Co. oder im hippen Restaurant mit internationaler Küche. Beim Burger in Wien an der Spitze mitzumischen, ist 2019 jedenfalls alles andere als leicht.

Die Beaver Brewing Company im neunten Wiener Gemeindebezirk konnte sich heuer schon über den Bundesland-Spitzenplatz bei der Falstaff-Wahl der besten Kleinbrauereien freuen, doch wie steht es mit den Burgern, die nebst einer feinen - und definitiv nicht kleinen - Auswahl an Bieren angeboten werden? In zahlreichen Wiener Best-of-Burger-Listen ist die Brauerei zwar nicht in den Top 10 zu finden, schaffte es aber dafür vor Kurzem in ein Ranking der besten 50 Burger-Lokale Europas.

Als einziger Burger-Tempel Österreichs in den Top 50!
Die eineinhalb Millionen Follower des internationalen Travel-Blogs bigseventravel.com sowie eine Expertengruppe bewerteten Burger-Tempel aus allen Länder der Europäischen Union. Online-Bewertungen, frühere Medienberichte und bemerkenswerte Blogs wurden ebenfalls in die Gesamtbewertung aufgenommen. Fazit: Die Beaver Brewing Company kam bei bigseventravel.com auf Platz 49 - als einziges Etablissement Österreichs.

City4U nahm die hervorragende internationale Platzierung zum Anlass und machte selbst den Burger-Test in dem Lokal, das in früheren Zeiten als „Das Gasthaus zur Flucht nach Ägypten“ bekannt war, später als China-Restaurant dahinsiechte, bis schließlich der Amerikaner David Beaver mit seiner Kleinbrauerei samt Restaurant den alten Gemäuern wieder neues Leben einhauchte.

An einem Donnerstag um 18 Uhr haben wir uns von der sehr freundlichen Bedienung einen Tisch geben lassen - gerade noch rechtzeitig, denn keine halbe Stunde später ist die Beaver Brewing Company gerammelt voll. Bemerkenswert: Der Schallpegel bleibt auch beim aufkommenden Abendtrubel auf einem erträglich niedrigen Niveau. Das Interieur wirkt passend dazu zurückhaltend, über der grauen Holzvertäfelung hängen, gut platziert, nur wenige Bilder an den Ziegelwänden.

Wie gut sind Bacon Burger, The Madness und Seitan Burger?
Von den Empfehlungen des bemühten Personals geleitet, bestellen wir drei Burger für unser Probe-Essen: Den Bacon Burger, den gefährlich klingenden The Madness sowie den Seitan Burger - wir wollen ja schließlich nicht auf die Vegetarier vergessen. Als Beilage gibt es handgeschnittene Pommes mit einer Auswahl an Saucen. Zum Durstlöschen trinken wir eine 6er-Craft-Bier-Variation bzw. als nicht-alkoholische Alternative eine der hausgemachten Limonaden. Für Allergiker gibt es, was heute immer wichtiger ist, auch glutenfreies Bier und Cider.

Fleisch, Buns und auch die Pommes werden täglich frisch aus hochwertigen Zutaten zubereitet, wie der Speisekarte zu entnehmen ist. Zu unserer Freude wird das Fleischlaberl auch wirklich Medium serviert, so wie es sein soll. Hier fängt nämlich bei vielen Lokalen das Burger-Dilemma an: Pattys werden grundsätzlich well done an den Tisch gebracht - bei Rindfleisch in guter Qualität ein Kapitalverbrechen!

Fleischlaberl und Bun: Da stimmt das Verhältnis!
Positiv hervorzuheben ist auch das Verhältnis von Fleischlaberl und Bun: das 180-Gramm-Patty ist im Vergleich zum Gebäck weder zu groß noch zu klein geraten, der Burger auch keiner der Türme, wie sie vielerorts gerne serviert werden - im Grunde genommen aber nur schön am Foto für Instagram aussehen, mit den bloßen Händen aber praktisch nicht mehr essbar sind. Was die Präsentation betrifft, gewinnt unseren Test ganz klar der Bacon Burger. Die klassische Variante besticht durch sein, der Beigabe von Salat, Tomaten, roten Zwiebeln, Speck und Ei geschuldetem, buntes Farbenspiel.

The Madness ist hingegen durch seine Kombination aus Fleisch, Speck-Marmelade, karamellisierten Zwiebeln und Monterey-Jack-Käse farblich eine Spur zu braun geraten. Der Seitan-Burger kann als Veggie-Variante ebenfalls mit einem ausgewogenen Farbbild rot-grün punkten. Das Gesamtbild am Teller und der in die Nase steigende Duft lassen jedenfalls das Wasser im Mund gerinnen. Zeit also reinzubeißen.

Der Bun erweist sich bei allen drei Burgern als wunderbar knuspriges und innen flaumig-weiches Gebäck, das nicht bröselt und es mit jeder Sauce aufnehmen kann, ohne seine tragende Konsistenz zu verlieren. Und auch das Fleisch hält geschmacklich, was den Augen versprochen wird: nicht zu fein faschiert, ebenfalls ein oftmals gesehener Fehler, können sowohl der Bacon Burger als auch The Madness mit einem schmackhaft-saftigen Patty punkten.

Der Seitan im gleichnamigen Burger ist hingegen eher als Füllmaterial zu sehen. Der vegetarische Burger kann zwar insgesamt geschmacklich durchaus überzeugen, jedoch ist dies nicht dem Seitan-Patty geschuldet, der sich so gut wie gar nicht von den anderen Geschmacksnoten - angenehm süßlicher Seetang-Salat, etwas bitter schmeckende getrocknete Tomaten, Guacamole und Tempura Chips - abheben kann.

Das perfekt gekochte, innen noch leicht flüssige Ei in Kombination mit knusprigem Speck, Cheddar-Käse sowie frischem Salat, Tomaten und roten Zwiebeln setzt dem Bacon Burger geschmacklich die Krone auf. Obwohl sich The Madness trotz seines braunen Auftretens nicht verstecken muss: die karamellisierten Zwiebeln zünden hier die nächste Geschmacksstufe.

Als klassische Burger-Beilage gibt es auch an den Pommes nichts zum Aussetzen: Nicht zu fettig und nicht zu dick geschnitten, schmecken die knusprigen Fries, die es zudem in einer Süßkartoffelvariante gibt, sowohl mit der servierten BBQ-Sauce als auch mit Honey-Mustard- und Sour-Cream-Dip hervorragend.

„Fleischlaberl-Semmeln“ als unaufgeregt-leckere Kunstwerke
Fazit: Die Beaver Brewing Company hat sich den Platz in den Top 50 auf jeden Fall verdient. Die Burger, von denen es neben den regulären Varianten auch wechselnde Spezial-Angebote gibt, sind wahre Kunstwerke und zugleich einfach wunderbar große, leckere „Fleischlaberl-Semmeln“; liebevoll zubereitet mit frischen und sorgfältig kombinierten Zutaten. Durch die wechselnden Burger des Monats ist für Abwechslung am Gaumen gesorgt und der Küchenchef darf seine Experimentierfreudigkeit ausleben. Unaufgeregtheit kann manchmal so gut sein!

Kleiner Tipp: Wer nach Burger und Pommes noch Platz hat, sollte einen Blick auf die Nachspeisen riskieren, es zahlt sich aus. Wir haben uns für den Chocolate Peanut Butter Lava Cake entschieden, der mit einer Portion Vanilleeis einfach himmlisch im Abgang ist ...

März 2019

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Harald Dragan
Harald Dragan

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