21.03.2019 11:26 |

Treffen in Salzburg

Bäuerinnen-Tag: 1000 Landwirtinnen zu Gast

Mehr als 1.000 Bäuerinnen fordern beim Bundesbäuerinnentag mehr ein. Salzburgs Landesbäuerin Elisabeth Hölzl: „Wir werden uns in Zukunft noch aktiver einbringen.“  

Nach dem Jahr 2003 findet am 20. und 21. März 2019 der Bundesbäuerinnentag wieder in Salzburg statt. „Nimm deine Zukunft in die Hand“, lautet das Motto im heurigen Jahr. Mehr als 1.000 Bäuerinnen aus ganz Österreich nutzen diese Veranstaltung zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung. Aus Salzburg werden insgesamt 350 Bäuerinnen an der Veranstaltung teilnehmen.

„Wir Bäuerinnen sind bereit, noch mehr Funktionen in agrarischen Gremien zu übernehmen. Frauen haben oftmals andere Sichtweisen, daher ist es wichtig, dass sie ihre Ideen und Meinungen auch offensiv einbringen“, so Landesbäuerin und LK-Vizepräsidentin Elisabeth Hölzl. Sie ist besonders stolz darauf, dass es wieder gelungen ist, in jeder Gemeinde eine Ortsbäuerin zu finden. In jeder einzelnen Kommune wurde in den vergangenen Monaten eine Wahl abgehalten, die vielen motivierten Bäuerinnen haben gezeigt, dass sie eine starke Stimme am Land sein wollen. Hölzl: „,Nimm die Zukunft selber in die Hand‘ ist auch das Motto der Salzburger Ortsbäuerinnen, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit für den ländlichen Raum sehr ernst nehmen.“

Um den Bäuerinnen eine noch lautere Stimme zu geben, ist die Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Schlüssel. Egal ob die Meisterausbildung, das Bildungsprojekt „ZAMm“ oder die verschiedensten Seminare, die etwa über das LFI angeboten werden - die Nachfrage ist sehr hoch. Alleine mehr als 600 junge Frauen haben in den letzten Jahren das Seminar „Von der Einsteigerin zur Insiderin“ für junge Bäuerinnen besucht. „Es macht mich stolz und zeigt, dass in unserer Organisation so viel Bewegung ist. Und unsere Bäuerinnen werden sich in Zukunft noch aktiver in allen Organisationen einbringen“, zeigt sich die Landesbäuerin überzeugt.

Agrarlandesrat Josef Schwaiger: „Rahmenbedingungen im ländlichen Raum verbessern“

„Wir brauchen die Frauen im ländlichen Raum mehr denn je. Ohne Frauen gibt es dort keine Zukunft“, so Agrarlandesrat Dr. Josef Schwaiger. Damit sie im ländlichen Raum auch bleiben, müssen weiterhin die Rahmenbedingungen verbessert werden. Schwaiger: „Dazu gehört Infrastruktur wie Kinderbetreuungseinrichtungen, Breitbandinternet oder auch Bildungs- und Kultureinrichtungen. Das gilt natürlich auch für unsere Bäuerinnen. Lebensqualität und eine positive Zukunftsperspektive sind die Grundlage dafür, dass Frauen auch in Zukunft ja zum ländlichen Raum sagen. Vor allem aber braucht es mehr Wertschätzung für alles, was die Bäuerinnen tagtäglich am Land leisten und unter einen Hut bringen. Sie sind eine tragende Säule, nicht nur für die bäuerlichen Familienbetriebe, sondern für die ganze Gemeinschaft im Salzburger Land.“

Landesrätin Maria Hutter: „Dinge zu verändern erfordert Mut“

Im Rahmen der Zertifikatsverleihung des ZAMm-Lehrganges zum Thema Öffentlichkeitsarbeit betonte die Salzburger Bildungs- und Naturlandesrätin Maria Hutter die Wichtigkeit von Weiterbildung als Rüstzeug für erfolgreiche Arbeit. Mit dieser Grundlage sollten sich Frauen zutrauen, Dinge in unserer Gesellschaft zum Positiven verändern zu können. „Meine eigene Erfahrung ist: Als Frau in die Politik zu gehen, erfordert Mut. Es ist aber keine Frage, sondern vielfach bewiesen, dass man als Frau sich auch in Männerdomänen gut behauptet. Frauen sind nicht besser, aber anders. Dieses Anders ist ein ganz wesentlicher Mehrwert auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung. Deshalb der Appell nicht nur an die Teilnehmerinnen des Bundesbäuerinnentages, die Chancen nach 100 Jahren Frauenwahlrecht auch offensiv zu nutzen“, so Hutter.

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