18.03.2019 08:30 |

Airbnb auf der Straße

Start-up bietet Mietsystem für Privatautos an

Sein eigenes Auto gewinnbringend nutzen, wenn man es gerade nicht braucht? Geht es nach dem Salzburger Start-up „Carsurf“, so soll das schon bald möglich sein. Mithilfe seiner neuen App, mit der auch Privatautos vermietet werden können.

Wenn man so will, war er einer der unauffälligen Verkehrsteilnehmer auf Salzburgs Straßen. Klein, schwarz und an vielen Straßenecken zu finden. Und doch ist er vielen Salzburgern immer noch ein Begriff: Der Emil, also das Elektroauto-Sharing-Angebot der Salzburg AG und Rewe, das 2017 wegen zu wenig Nutzern eingestellt wurde.

Ein sehr schwieriger Markt, der Salzburger Car-Sharing-Markt, könnte man meinen. Den nun aber Alexander Lindner und Volker Amann mit ihrem Start-up „Carsurf“ erobern wollen. Aber nicht mit eigenen Mietwagen, sondern mithilfe von Privatwagen, die auf ihrer Plattform vermietet werden können. Also einer Art Airbnb für Autos: „Anders als bei anderen Apps kann jedermann sein eigenes Auto auch stundenweise über unsere Plattform vermieten und muss dabei nicht den Mieter treffen“, erklärt Amann.

Wie das funktionieren soll? „Wir legen in den Kofferraum eine eigens entwickelte Box, in der sich der Schlüssel befindet. Sobald bezahlt wurde, kann per App das Auto geöffnet werden“, so Amann.

Und damit setzten die Salzburger nach einer gut dreijährigen Entwicklungsphase auf eine Nische: Bisher dominierten in Großstädten wie beispielsweise auch Wien Angebote, bei denen sich Mieter und Vermieter treffen mussten.

Schon im Juni sollen die ersten Unternehmens-Fuhrparks mit der App ausgestattet werden. Interessierte Privatkunden müssen sich aber noch gedulden: Denn derzeit fehlen die erforderlichen Car-Sharing-Parkplätze in der Stadt: „Wir hoffen, dass die Politik reagiert und wir Ende des Jahres starten können“, meint Amann.

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