18.03.2019 06:00 |

Haftungsfragen

Stadt Wien fordert neue Regelung für Wanderwege

Das „Kuh-Urteil“ rund um einen tragischen Wanderunfall in Tirol und seine Folgen sorgen österreichweit für Diskussionen. In Wien gibt es zwar keine Almweiden, aber ein großes Netz an Waldwegen. Aufgrund der strengen Haftungsregeln müssen jedes Jahr zahlreiche Bäume gefällt werden. Die Stadt fordert Änderungen.

Viele Wiener haben am Sonntag das schöne Wetter für Wanderungen genutzt. Was nur wenigen bewusst ist: Um die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen einhalten zu können, müssen jedes Jahr zahlreiche Bäume neben den offiziellen Wegen geschlägert werden. Proteste aus der Bevölkerung sind oft die Folge.

„Regelungen gefährden mittlerweile den Bestand“
Forstdirektor Andreas Januskovecz plädiert dafür, die Haftungsbestimmungen zu überdenken: „Die Regelungen gefährden mittlerweile den Bestand.“ So sei die Fläche, die neben Wegen gesichert werden muss, relativ groß. Bei Unfällen mit fallenden Ästen oder Bäumen haftet der Grundbesitzer. „Im Zweifelsfall muss daher oft ein Baum präventiv gefällt werden“, so Januskovecz. Schließlich würden auch die Klagen von Wanderer zunehmen.

Wien spricht sich gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden für Haftungserleichterungen im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch und mehr Eigenverantwortung der Wanderer aus. Ein Vorschlag wird erarbeitet. Diese Woche gibt es eine Konferenz in Linz.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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