Do, 21. März 2019
15.03.2019 22:44

Disney gibt ihm Chance

James Gunn darf seine „Guardians“-Trilogie beenden

Eine wundervolle Überraschung am Freitagabend: James Gunn („Slither“, „Guardians of the Galaxy Vol.1“ und „Vol. 2“) ist von Disney offiziell als Regisseur von „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ zurückgeholt worden. Gunn wird somit im kommenden Herbst wie geplant die Fortsetzung von „Suicide Squad“ für DC/Warner Bros. drehen und sich dann dem Abschluss der Geschichte seiner weltweit von Millionen Fans geliebten „Guardians“ widmen.

Knapp acht Monate, nachdem Disney James Gunn wegen älteren, umstrittenen Tweets als Regisseur von „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ gefeuert hat, holt ihn das Filmstudio jetzt vollkommen unerwartet wieder in das Marvel Cinematic Universe zurück. Medienberichten zufolge hat Walt-Disney-Studios-Chef Alan Horn sich entschieden, Gunn noch eine Chance zu geben.

Disney hatte Gunn im vorigen Sommer entlassen, weil ältere Tweets ausgegraben worden waren, in denen der Filmemacher Witze über Pädophile und Vergewaltigungen von Minderjährigen gemacht hatte. Gunn hatte danach die volle Verantwortung für seine Tweets übernommen und sie als einen Fehler bezeichnet.

Dumme Tweets während Zeit bei Trash-Studio Troma
Gunn war in jungen Jahren beim Trash-Studio Troma tätig und wollte sich eigenen Worten zufolge als „Provokateur“ einen Namen machen - was er später selbst als Dummheit bezeichnete und wofür er sich eigentlich bereits vor dem Drehstart von „Guardians oft he Galaxy Vol. 1“ entschuldigt hatte. Das war allerdings in der Zeit vor dem Weinstein-Skandal und #MeToo erfolgt und war demensprechend nicht so groß in die Schlagzeilen geraten. Gunns professionelles Verhalten nach der Kündigung und seine überaus lobenswerte Auseindersetzung mit seiner eigenen Vergangenheit dürften Disney-Chef Horn jetzt zum Umdenken gebracht haben, die beiden hatten sich in den letzten Monaten mehrmals zu Gesprächen getroffen.

Mit seiner, nach der Kündigung durch Disney erfolgten Verpflichtung als Autor und mittlerweile auch als Regisseur für DC/Warner Bros. „Suicide Squad 2“ werde Gunns Rückkehr zu Marvel nicht behindert, heißt es jetzt. Die Produktion von „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ werde erst starten, wenn „Suicide Squad 2“ abgedreht ist. Das Drehbuch für den Abschluss seiner Weltraum-Trilogie rund um Star-Lord, Gamora, Drax, Rocket und Groot hatte Gunn bereits vor seiner Künndigung bei Disney abliefert.

Harald Dragan
Harald Dragan

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