15.03.2019 11:47 |

Maggies Kolumne

Bravo, Bayern!

Seit Jahren kämpfe ich für bessere Bedingungen bei Schlachttiertransporten. Ich durfte im EU-Parlament dazu sprechen und habe Kontrolltierärzte bei ihrer Arbeit begleitet. Niemals werde ich das Gesehene vergessen!

Rinder mit blutig gescheuerten Rücken, weil die Decke des Transporters zu niedrig war. Schweine, die verdursteten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat diese Woche einen beispielhaften Vorstoß gegen Tierquälerei bei Transporten unternommen. Künftig sollen Langstreckentransporte in 17 Länder, die nicht der EU angehören, verboten werden. Darunter Staaten wie Türkei, Libanon oder Usbekistan. Grund dafür: Es gibt Zweifel, dass die Tierschutzbestimmungen der EU eingehalten werden. Bravo, Herr Minister! Für diese mitfühlende Offensive haben sie sich einen Riesenapplaus verdient! Bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Bundesländer nachziehen! Und vor allem, dass auch Österreich endlich diese Form der Tierquälerei untersagt.

Längst gäbe es Alternativen, die den Tieren zwar nicht den Tod, aber zumindest das tagelange, quälende Ausharren in einem LKW ersparen: Die Tiere hierzulande schlachten und das Fleisch mit Kühltransportern verbringen! Aber es tut sich was in der Alpenrepublik! Volksanwalt Günther Kräuter hat ein amtswegiges Prüfverfahren eingeleitet. „Schweine müssen stundenlang eingepfercht im LKW ausharren, weil die Tiertransporte mitten in der Nacht, lange vor Öffnen des Schlachthofes, ankommen“, so Kräuter. Weiters werde die Volksanwaltschaft prüfen, welche behördlichen Maßnahmen gegen systematische Rechtsverletzungen ergriffen werden, und ob mit den deutschen Behörden im konkreten Fall eine gemeinsame Strategie verfolgt wird. All diese Tiere leben und sterben für unseren Konsum. Sie sollen nicht zusätzlich leiden! 

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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