Skurriles Wien

Laufen am Friedhof, Touren mit Obdachlosen

Wien wurde gerade erst wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Auch wenn nicht alles perfekt ist, kann sich das Freizeit- und Kulturangebot für eine Stadt dieser Größe mehr als sehen lassen. Kreative Wiener kommen mit immer neuen Ideen, um die Einheimischen und Touristen zu beschäftigen. Darunter findet sich auch einiges Skurriles. City4U hat einige verrückte Freizeitaktivitäten gefunden:

#Laufen am Zentralfriedhof
Das Wien den Tod liebt und ziemlich morbide sein kann, ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Dem Ruf wird auch die neueste Attraktion gerecht: Laufstrecken durch den Wiener Zentralfriedhof - wo übrigens mehr Tote„leben“ als in der restlichen Stadt. Gelaufen wird dort zwar schon immer, nun will das Areal mit zwei ausgeschilderten Strecken noch mehr Service bieten und auch sanft darauf hinweisen, wo das Laufen nicht so erwünscht ist. Gestartet wird jeweils beim Tor 2. Es gibt eine zwei sowie fünf Kilometer lange Strecke.
Wo: 11., Zentralfriedhof Tor 2

#Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Im 15. Bezirk gibt es tatsächlich ein Museum, das sich mit den Themen Verhütung und Schwangerschaftsabbruch befasst. Gegründet wurde es 2003 vom Gynäkologen DDr. Christian Fiala, weil: „Als Arzt kann ich nur eine begrenzte Anzahl von Menschen über ihre Fruchtbarkeit aufklären und wie sie damit bestmöglich umgehen. Als Wissenschaftler und Vortragender sind es schon mehr Menschen. Aber erst mit einem Museum gelingt es, das Wissen über verlässliche Verhütung und über einen medizinisch sicheren Schwangerschaftsabbruch in die ganze Welt hinauszutragen.“
Wo: 15., Mariahilfergürtel 37

#Stadtspaziergänge mit Obdachlosen
Stadtführungen können auch für Einheimische interessant sein. Vor allem, da es mittlerweile wirklich interessante Thementouren gibt, bei denen auch geborene Wiener viel Neues über ihre Heimatstadt lernen können. Ein ganz besonderes Erlebnis gibt es jenen Anbietern, die Spaziergänge anbieten, die von Obdachlosen, Flüchtlingen oder ehemaligen Drogensüchtigen geführt werden. Da sind man die Stadt dann in einem ganz anderen Licht und lernt viel über das Leben der Menschen am vermeintlichen Rand der Gesellschaft. Mittlerweile gibt es einige Anbieter, wie zum Beispiel Shades Tours.
Wo:
verschiedene Orte in Wien

#Foltermuseum
Wien ist eine Stadt mit lebendiger Kultur. Das zeigt auch die große Anzahl an Museen, nämlich rund 200. Darunter sind natürlich auch die ein oder anderen verrückten Ausstellungsräume darunter. Wie zum Beispiel das Foltermuseum in Neubau. Dort soll das Thema Folter jedoch nicht glorifiziert werden oder zur Unterhaltung dienen. Die Organisatoren sind Gegner dieser Form von Gewalt und möchte durch das Zeigen von Foltermethoden und -geräten abschreckend wirken.
Wo: 6., Fritz-Grünbaum-Platz 1

#Rocky Docky - Steaks im Gefängnis
Wer nach all den Unternehmungen hungrig wird, sollte dem Rocky Docky Steak House einen Besuch abstatten. Versteckt im 16. Bezirk wartet es auf seine Besucher mit Gefängniszellen, in denen das wirklich vorzügliche Essen serviert wird. Wer sich nicht einsperren lassen möchte, kann auch im großen Saloon Platz nehmen und ein leckeres Steak genießen. Unbedingt reservieren, sonst kriegt man keinen Platz.
Wo:
16., Rückertgasse 39

März 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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