Zwei „Diamanten“ neu

Diese fünf „Wunder“ machen Bullen gegen Napoli Mut

Meister Salzburg muss heute gegen Napoli ein 0:3 wettmachen. Die Mozartstädter sorgten erst im Vorjahr für ein Europacup-Märchen. Die größten Aufholjagden, die österreichischen Teams je gelangen.

Seit 58 Heimspielen ist Meister Salzburg bereits ungeschlagen. Eine eindrucksvolle Serie, die prolongiert werden muss, um in der Europa League das Aufstiegs-Wunder zu schaffen. Mehr noch: Es muss ein 0:3 aus dem Hinspiel beim SSC Napoli wettgemacht werden. In diesen 58 Spielen vor heimischer Kulisse gewannen die Bullen 14-mal (!) mit 3:0 oder höher – womit die Rose-Elf zumindest die Verlängerung sicher hätte. Napoli ist allerdings eine andere Hausnummer als der WAC, St. Pölten, die Austria oder Rosenborg – Teams, die in der Festung Bullen-Arena abgefertigt wurden.

Und dennoch: Im Europacup gab es schon zahlreiche Wunder. Auch durch österreichische Teams. Diese fünf machen besonders Mut:

Rapid – Dresden: Im Hinspiel bissen die Hütteldorfer in der Saison 1984/85 bei Dynamo mit 0:3 ab. Nur kühnste Optimisten gaben die Hoffnung nicht auf. 15.000 Fans im Hanappi-Stadion wurden schließlich Zeugen einer Sensation. Pacult (2), Lainer, Panenka und Krankl führten die Grün-Weißen zum 5:0-Sieg und Aufstieg ins Halbfinale.

Austria – Rosenborg: 1:3 in Trondheim verloren, nach früher Führung durch Narbekovas auch zu Hause ein Gegentor kassiert. Die Veilchen standen in der ersten Champions-League-Hauptrunde 1993/94 mit dem Rücken zur Wand. Doch dann kamen Schmid, Zsak (traf schon auswärts) und Kogler. Die Austria sorgte damit für ein kleines Europacup-Wunder, das eine Runde später gegen Barça endete.

Salzburg – Sporting: Erst in der 90. Minute des Achtelfinal-Rückspiels 1993/94 sorgte Hütter für die Egalisierung der 0:2-Auswärtspleite. In der Verlängerung wurde Amerhauser mit seinem Treffer zum 3:0 zum großen Salzburger Helden.

Rapid – Sporting: Zwei Jahre später folgte ein Déjà-vu. Die Wiener brauchten aber gar bis Minute 92, ehe Stumpf das Hinspiel-0:2 einstellte. In der Verlängerung legten der „Büffel“ und Jancker zum 4:0-Endstand im Achtelfinale nach.

Salzburg – Lazio: Mit dem 2:4 in Rom waren die Bullen letzte Saison gut bedient. Als die Gäste in Salzburg in Führung gingen, schien endgültig alles gelaufen. Dabbur, Haidara, Hwang und Lainer sorgten aber für ein Euro-Wunder und hievten die Rose-Elf noch ins Halbfinale (Jubelbild oben im Bild).

Zwei Meister-Diamanten schlägt die große Stunde
Seit Monaten werden sie in Salzburg als die kommenden Stars angepriesen - heute müssen sie wirklich zeigen, was sie draufhaben! Aufgrund der Ausfälle von Routinier Junuzovic und Allrounder Schlager wird Salzburg-Trainer Rose Samassekou die Talente Szoboszlai und Mwepu zur Seite stellen: „Vertrauen ihnen voll!“Resetknopf drücken, nicht ans Ergebnis denken, das Spiel gegen Napoli genießen - so lautet heute die Vorgabe von Trainer Rose.

Bei den Tugenden auf dem Feld ändert sich nichts, wird es ab Minute eins Vollgas-Fußball geben. Kräftig an- und mitziehen werden da auch zwei Youngsters müssen: Dominik Szoboszlai, Enock Mwepu. Seit Monaten werden der 18-jährige ungarische und der 21-jährige sambische Teamspieler als die nächsten Bullen-Stars verkauft.

Vor 30.000 Fans zu Hause ist bis dato aber weder der eine noch der andere gestanden. Den zwei Diamanten schlägt nun links und rechts im Mittelfeld die große Stunde: „Wir vertrauen ihnen voll“, versichert Rose: „Dominik hat außergewöhnliche fußballerische Fähigkeiten, Enock hat seine Klasse schon unter Beweis gestellt!“

Christoph Nister und Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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