So, 24. März 2019
13.03.2019 08:00

„Krone“-Ombudsfrau

Stadt Wien klagte Familie wegen bezahlter Rechnung

Für Rechnungen, die bereits in den Jahren 2014 und 2015 pünktlich bezahlt worden waren, wurde eine Familie nun im Jahr 2019 geklagt. Nicht etwa von einer dubiosen Hinterhof-Firma - sondern von der Stadt Wien. Lapidar erklärte man der Ombudsfrau, es habe sich halt um einen Irrtum gehandelt.

Familie G. aus Wien nutzt einen Onlinedienst, mit dem Rechnungen von der Stadt Wien automatisch bezahlt werden. Neben Müll- und Wassergebühr auch die Beiträge für das Essen im Kindergarten. „Offenbar war es ein Fehler, dem Digitalisierungssystem der Stadt Wien zu vertrauen“, meint Eva G. Bereits in den Jahren 2014 und 2015 hat man der Familie oft Mahnungen geschickt. Weil die Essensbeiträge angeblich nicht bezahlt worden seien.

„Wir sendeten mehrmals Kontoauszüge als Beweis für die pünktlich und automatisch erfolgten Zahlungen. 2015 hat man uns versichert, es sei alles bezahlt und wir würden in Zukunft keine Mahnungen mehr erhalten“, erinnert sich die zweifache Mutter. Tatsächlich kamen auch keine Mahnungen mehr ins Haus. Dafür im Jänner 2019 ohne Vorwarnung eine Klage. „Bitte, wie kommen unbescholtene Bürger dazu, sich jetzt mit Gerichtsterminen etc. herumschlagen zu müssen“, wandte sich Frau G. zornig an die „Krone“.

Auf Ombudsfrau-Anfrage ruderte man bei der zuständigen Magistratsabteilung 6 prompt zurück. Man bedauere, die Klage sei irrtümlich eingebracht worden. Das System habe die Beiträge fälschlicherweise als unbezahlt ausgewiesen. Warum, sei nicht mehr nachvollziehbar.

Aha. Hat man da ein System vielleicht nicht ganz im Griff?

 Ombudsfrau
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