10.03.2019 11:00 |

Gewerkschaft fordert:

Die Polizei-Spitze soll Mindestbesetzung festlegen

15 Prozent weniger Überstunden ordnet das Ministerium für heuer an, dazu fehlen besonders im Flachgau und in der Stadt viele Polizisten. Was in Wien schon längst üblich ist, verlangt nun die FSG-Polizeigewerkschaft auch für Salzburg: Die Festschreibung einer Mindestbesetzung. Das will die Polizei-Spitze nicht.

Die Wiener Polizei hat 2018 einen Dienstbefehl heraus gegeben: Darin wird der Mindeststand für die einzelnen Polizei-Inspektionen festgelegt, um eine polizeiliche Grundversorgung zu garantieren. „Salzburgs Polizeispitze lehnt das ab und wälzt die Gesamtverantwortung auf die einzelnen Polizei-Inspektionen ab“, ärgert sich FSG-Gewerkschaftschef Walter Deisenberger.

Der Personalstand bei der Polizei ist tatsächlich prekär: 14,2…% Beamte hat Salzburg zu wenig – der größte Fehlbestand Österreichs. Im Flachgau fehlen 48 Beamte, in der Stadt rund 85. Und die Autobahnpolizei, die Samstag auf 40 Kilometer einen Geisterfahrer nicht stoppen konnte, verfügt auch nur über 28 statt festgelegten 48 Beamten.

Auch die PI Strobl war im Dezember 2018 und im Jänner 2019 an 37 Tagen nur mit einem einzigen Mann besetzt. Walter Deisenberger: „So kann es nicht weiter gehen. Die vielen Überstunden machen unsere Polizisten kaputt.“

In Strobl war 37 Tage lang nur ein Polizist da

Er hat deshalb ans Innenministerium geschrieben: „Wir müssen die Sicherheit gewährleisten und wenigstens eine Minimal-Versorgung festschreiben. Das dient auch dem Eigenschutz der Kolleginnen und Kollegen, die sonst oft ewig auf Verstärkung warten.“

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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