Sa, 23. März 2019
09.03.2019 15:15

Grüner Konsens-Fan

Cyriak Schwaighofer im „Krone“-Check

Kulturelle Struktur in den Regionen stärken und sinnvoll kooperieren ist die Message von Realo Cyriak Schwaighofer, Mobil-Pragmatiker

Cyriak Schwaighofer ist zwar im Vorjahr von der landespolitischen Bühne abgetreten – daheim will es der Grün-Titan der kulturellen Entwicklung im ländlichen Raum aber noch einmal wissen. BIG steht in dem Fall jedoch nicht für Bundesimmobiliengesellschaft und auch nicht für ’big’ im Sinne großer Ambitionen, es firmiert schlichtweg für Bürgerinitiative Goldegg. „Ich habe ehrlich das Gefühl, dass ich meiner Heimatregion etwas zurück geben möchte“, sagt der Mann bei einem Apfelsaft in jenem Goldegger Schlosscafe, das in den selben Mauern wie sein Büro untergebracht ist. Und der vor 25 Jahren mit dem Start der Initiative für politische Furore sorgte.

Dabei ist der vormalige Lehrer beileibe kein Fundi, oder zumindest nicht mehr. „Wenn ich etwas in 20 Jahren Landespolitik gelernt habe, dann, dass man es mit Konsens und Akzeptanz weiter bringt als mit Konfrontation.“ Was er auch mit pragmatischen Ansichten eines Realo zum Beispiel in Verkehrsfragen unterstreicht: „Es ist einfach sinnlos, in jedes Dorf in jedem Gebirgstal Öffis zu führen, es gibt alltägliche Transportfragen, die ohne Auto nicht zu bewältigen sind.“ Genauso hält er eine frühere Idee von Kulturpionier Alfred Winter für überholt, in jeder Kommune ein Kulturzentrum zu implementieren. „Das lässt sich nicht sinnvoll umsetzen, schon gar nicht auf ehrenamtlicher Basis.“ Allein durch neue Herausforderungen wie das unbedingt notwendige Marketing, social medias etc. Daher müsse aus seiner Sicht regional sinnvoll gebündelt und mit eigenen Schwerpunkt-Profilen professionell aufbereitet werden: „St. Johann ist da auf einem guten Weg mit Assistenz des Landes, Radstadt hat sich auch profiliert, Gastein mit dem Sägewerk.“ Schwaighofer ist einer aus dem frühen Trio der vorkämpferischen Kulturenthusiasten innergebirg: Charly Rabanser und Saalfeldens schon verstorbener ’Mister Jazz’, Gerhard Eder, die anderen.

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