Maggies Kolumne

„Buddy“

Liebe auf den ersten Blick - so kann man das erste Aufeinandertreffen von „Buddy“ und seinem neuen Frauerl beschreiben. Denn als diese auf den mageren Rüden zuging, hüpfte der ihr freudig entgegen, begann ihr Gesicht abzulecken und wedelte, was das Zeug hält. Bei solchen Momenten geht jedem Tierfreund das Herz auf!

Dazu muss man wissen, dass „Buddy“ sämtliche anderen Personen – ob Fotograf, Kamerateam oder mich – geflissentlich ignorierte. Das Leben meinte es bis dato nicht gut mit „Buddy“. Obwohl erst zehn Monate alt, hatte er bereits drei Besitzer! Zur Welt kam er in Serbien und über Umwege nach Österreich. Traurige Berühmtheit erlangte er durch ein Video. So grausam und brutal, dass man kaum hinsehen kann. Immer wieder wird in diesem der kleine weiße Hund gegen die Wand geschleudert und dann in die Klomuschel gestopft.

Es war „Glück“, dass sein Peiniger nicht nur ein brutaler, widerlicher Tierquäler ist, sondern offenbar auch nicht der hellste Stern am Himmel. Denn hätte dieser die Videos des Hundemartyriums nicht ins Netz gestellt, wäre „Buddy“ an der Tortur gestorben. Nun folgt eine Anzeige wegen Tierquälerei. Und ich hoffe, dass das Strafmaß entsprechend ausfällt! Aufgrund drohender Selbstjustiz bekam der Unhold sogar Personenschutz. Doch ein Aufruf zur Selbstjustiz gegen Tierquäler, so abscheulich ihre Taten auch sein mögen, hilft den Tieren überhaupt nicht - das stellte auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ in einer Aussendung klar. Die einzig legitime Maßnahme, um konsequent gegen Tierquälerei vorzugehen, ist, sie anzuzeigen.

„Buddy“ ist in Sicherheit. Und er hat nun ein liebevolles Zuhause. Und auch wir von der „Krone Tierecke“ möchten unseren Teil beitragen - wir bezahlen die Kosten für die Kastration sowie Trainerstunden mit Karl Weissenbacher vom Messerli Institut. Als Geschenk gab es von uns außerdem ein weiches „Krone“-Halsband dazu. Diese können Sie online, bei Fressnapf und bei Megazoo erwerben. Damit tun Sie Gutes: Zehn Euro pro Band gehen an den Verein „Freunde der Tierecke“ und damit direkt in den Tierschutz. Viele Erfolgsgeschichten finden Sie hier! Hergestellt werden die hochwertigen Stücke von „Das Lederband“.

Unser großer Dank gilt auch Tierschützerin Frau Drilik – nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir gute Arbeit leisten! Zahlreiche Tiere müssen leider Fürchterliches erdulden. Nur wenn wir alle Zivilcourage beweisen und Missstände aufzeigen, können diese armen Geschöpfe gerettet werden. Wegschauen hilft nicht!

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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Montag, 01. März 2021
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