07.03.2019 15:00 |

Eltern verzweifelt

Nur 80 Kinderärzte mit Kassenvertrag in Wien

Die Suche nach einem Kinderarzt mit einem Kassenvertrag lässt viele Mamas und Papas in Wien verzweifeln. Lediglich 80 Mediziner haben einen Vertrag mit der WGKK. In der Not weichen viele Eltern auf einen der 116 Privatärzte aus. Aber selbst dort herrscht oft Aufnahmestopp. Kritik kommt von der Patientenanwältin Sigrid Pilz und der Ärztekammer.

Verschärft wird die Situation durch die Grippewelle, die viele Wiener derzeit fest im Griff hat. Das hat auch eine Mama einer 20-monatigen Tochter mit 40 Grad Fieber erfahren müssen. „Unser Kinderarzt war auf Urlaub, die Vertretung nicht da“, klagt die Wienerin. „Fünf Ordinationen haben uns am Telefon abgelehnt, erst in der sechsten hatten wir Glück“, berichtet die Angestellte.

Vergebliche Suche nach Nachfolgern
Wienweit stehen Eltern nur 80 Kassenärzte zur Verfügung. In Neubau, der Josefstadt und am Alsergrund gibt es überhaupt nur einen Mediziner pro Bezirk! Alternativ müssen Eltern oft einen Wahlarzt aufsuchen. 116 praktizieren in Wien. Gleichzeitig bleiben Planstellen der WGKK unbesetzt, weil sich kein Nachfolger findet.

„Als Patientenanwältin bin ich besorgt, wenn die Versorgung durch Kinderärzte nicht mehr ausreichend gewährleistet ist“, schlägt Sigrid Pilz Alarm. Eine Lösung sieht sie in mehr Kassenambulatorien oder darin, Mediziner in Primärversorgungszentren anzustellen.

„Wir brauchen flexiblere und familienfreundlichere Arbeitsbedingungen“, fordert Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. Die WGKK versucht mit Honorarerhöhungen, Bonuszahlungen, Prämien und „Modernisierung des Gesamtvertragssystems“, den Job attraktiver zu machen.

Isabella Kubicek, Kronen Zeitung

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