07.03.2019 16:45 |

Salzburg Inoffiziell

Schlechter Verlierer im Rennen um Rektors-Posten

Leider-Nein-Rektor Rudolf Mosler wendet sich mit einem beleidigten Brief an alle 2800 Uni-Mitarbeiter. Neue Aufregung um FPÖ-Gemeinderatskandidatin Canan Brenner.

Die Uni kommt nicht zur Ruhe. Wochenlang gab es ein Tauziehen um den neuen Rektor: Seilschaften versuchten, Arbeitsrechtler Rudolf Mosler als Hauskandidaten zu inthronisieren, Ex-Ministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) wurde aus dem Vergabeprozess gekickt. Mosler soll sich bei einem Fest schon als neuer Rektor feiern haben lassen.

Am Ende war der deutsche Mediziner Hendrik Lehnert lachender Dritter. Er wird ab Oktober Nachfolger von Heinrich Schmidinger.

Mosler erweist sich nun als beleidigter Verlierer. In einem Schreiben an alle 2800 Mitarbeiter dankt er für die „breite Unterstützung an meiner Universität“ und all jenen, die ihm „nach der Wahl ihr Bedauern ausgedrückt sowie Trost zugesprochen haben“. Man beachte die Formulierung „meine Universität“. Gleichzeitig beklagt er sich über eine Kampagne gegen ihn. Viele Mitarbeiter schütteln die Köpfe: Es wäre dem neuen Rektor und nicht Mosler zugestanden, sich an die Mitarbeiter zu wenden.

Neue Aufregung um Canan Brenner

Um die türkischstämmige FPÖ-Gemeinderatskandidatin Canan Brenner brodelt es wieder. Sie war wegen Wahlpostings auf Türkisch in die Kritik geraten. Nun werden Gerüchte lanciert, Brenner würde zu unrecht als gerichtlich beeidete Dolmetscherin auftreten. Fakt ist: Sie wurde 2010 von Gerichtspräsident Hans Rathgeb beeidet. Das galt aber nur für fünf Jahre, nun ist sie „einfache“ Hausdolmetscherin am Gericht.

Als solche darf sie zwar bei Prozessen übersetzen, aber keine Urkunden ins Deutsche übertragen. Brenner: „Ich muss meine Beeidigung nicht verlängern, solange ich nicht dazu aufgefordert werde und weiter als Dolmetscherin geladen werde.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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