Juristischer Kniff:

Profi-Bankräuber hat die Justiz ausgetrickst!

Das war wie im Kino! Ein waschechter Berufsverbrecher fasste am Mittwoch im Linzer Landesgericht sieben Jahre hinter Gittern aus. Der Bosnier (51) hatte am 21. März 2018 in Nettingsdorf eine Bank überfallen. Doch der Profi trickste die Justiz aus - denn er dürfte noch drei weitere Bankraube am Kerbholz haben!

Der Überfall am 21. März 2018: Der Bosnier Goran…G. überfällt mit einem Schal vor dem Gesicht und einer Haube maskiert mit der Gaspistole in der Hand eine Bankangestellte (32), die als erste die Sparkasse in Nettingsdorf aufschließt. Er zwingt die Frau, die bereits zuvor einmal überfallen worden war, ihm den Tresor zu öffnen, fesselt sich dann in einem Büro mit Kabelbindern an Händen und Füßen.

112.100 Euro Beute
Dann flüchtet Goran G. mit 112.100 Euro. Ein Komplize hatte vor der Bank im Auto auf ihn gewartet. Die Beiden trennen sich, der Komplize verschwindet mit dem Großteil der Beute.

Vier Monate später gefasst
Goran G. wird vier Monate später in Kroatien gefasst. Nach der Verhaftung zeigt Goran…G. aber – dieser Name ist einer von drei Aliasnamen –, dass er sich super mit dem Justizsystem auskennt. Was eigentlich kein Wunder ist, denn der Bosnier saß bereits wegen Bankraubs in Deutschland 1991 und eines weiteren Überfalls in Bosnien 2005 im „Häf’n“.

Eine “Spezialität“
Goran G. willigt zwar in die Auslieferung nach Österreich ein, aber nur als so genannte „Spezialität“: Er durfte bloß wegen dem Coup in Nettingsdorf vor Gericht gestellt werden, ist aber für zwei weitere Banküberfälle in Österreich und einen in Deutschland verdächtig!

Urteil rechtskräftig
Kein Wunder, dass der Profi-Räuber die sieben Jahre Haft sofort annahm. Auch der Staatsanwalt war damit einverstanden.

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