Sa, 23. März 2019
05.03.2019 11:50

„Krone“ auf Baustelle

Die lange Mängelliste beim Spaßbad

Seit Wochen sind Vermutungen laut geworden, dass beim Bau des Paracelsusbades in der Stadt Salzburg einige Fehler beschönigt, ja sogar vertuscht worden sind. Konkret ist von etlichen Löchern in einer Stahlbetonwand im Keller die Rede. Und auch die Schäden nach dem Wasserdilemma sind gravierender als verlautet.

100 Kubikmeter Wasser plätscherten am vergangenen Freitag nach dem Auslassen des Sportbeckens über eine falsche Leitung in den Keller. Die örtliche Bauaufsicht machte am Montagvormittag eine Begehung und gab dazu am späten Nachmittag folgendes Statement ab: „Ein defekter Gussrohrverbinder in der Hauskanalausleitung war offensichtlich Ursache für das Wasser im Keller des Paracelsusbades. Eine geringfügige Menge sickerte in den Fußbodenaufbau.“

Im Report der Projektbeteiligten wird die Ursache so formuliert: „Beim Entleeren der Probebefüllungen von Sport- und Sprungbecken ist es zu einer Leitungshavarie im Brandrauchentlüftungskollektor der Tiefgarage gekommen.“

Vor der Begehung ging man noch von einem menschlichen Versagen aus. Ein Arbeiter habe einen Regler nicht zugedreht. Die Widersprüche über die Ursache häufen sich.

Der „Krone“ fiel beim Lokalaugenschein Montagmittag auf, dass im Keller nach wie vor einige Räume unter Wasser stehen. War die Menge doch nicht so gering?

Weitere „Hoppalas” sind jetzt aufgetaucht
Am Tag des Malheurs ließ sich Stadtvize Bernhard Auinger (SPÖ) bestätigen, dass es weder am Gebäude, noch an der Technik Schäden gäbe. Nun aber ist davon die Rede, dass Regelungsschränke im Technikraum etwas abbekommen haben. Schadenssumme: ein paar Tausend Euro. Auch die Berufsfeuerwehr, die stundenlang auspumpen musste, könnte ihren Einsatz noch in Rechnung stellen.

Und auch beim Aufstellen einer Schalung im Keller sei ein Hoppala passiert. Beim Befüllen des Zwischenraums mit Beton sei die Masse versehentlich in die Tiefe geplumpst. Um überschüssiges Material zu beseitigen, wurden mehr als 30 Löcher mit 20 bis 30 Zentimeter Durchmesser in die Stahlbetonwand gebohrt. Ein Bauarbeiter fragt sich, ob die Bauleitung hierfür reinen Gewissens die Freigabe erteilt hat.

Sandra Aigner
Sandra Aigner

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