04.03.2019 08:01 |

Viel günstiger

Statt einer U-Bahn Seilbahn wie am Münchener Ring?

Während Salzburgs Politiker sich im Untergrund verbohren, gehen andere Städte neue Wege, um Pendlerströme zu bewältigen. München hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Eine Seilbahn am Frankfurter Ring! So einen Plan hat man in Salzburg zuletzt 2014 verworfen, er stammte von Ex-Staatssekretär Mainoni.

Michael Doppelmayr ist Österreichs Lift-Guru, seine Anlagen laufen in aller Welt. Von Santorin bis Köln, wo man die Technologie für die Rheinquerung nutzte. Jetzt will München eine Teststrecke bauen, um die Machbarkeit einer Seilbahn am Frankfurter Ring zu prüfen. Auf 4,5 Kilometer Länge will man so im Norden der Stadt eine Lücke im öffentlichen Nahverkehr schließen, so Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Eine Seilbahn könnte überraschend viele Passagiere in kurzer Zeit transportieren und wäre schnell und relativ kostengünstig zu realisieren.“

Als Ex-Staatssekretär Eduard Mainoni, nun italienischer Honorarkonsul in Salzburg, 2014 eine ähnliche Idee präsentierte, wurde das von der Politik als „Faschingsscherz“ abgetan: „Eine Seilbahn vom Norden in die Stadt entlang der Salzach löst nicht alle Probleme. Doch Reisebusse und Touristen-Pkw könnte man so aber aus dem Stadtzentrum leicht fern halten.“

Auch die Stadt Köln überlegt mit Doppelmayr-Hilfe ein so genanntes Rheinpendel, eine Seilbahn quer durch die Stadt. Warum? Ein Kilometer U-Bahn ist so teuer wie 33 km Seilbahn. 

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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