Mi, 20. März 2019
04.03.2019 07:00

Wahl-Check

Ist Salzburg sicher? Oder braucht es mehr Polizei?

87 Polizisten fehlten 2018 in der Stadt. Die Beurteilung durch die Politik fällt dennoch unterschiedlich aus. Ja, sagen die meisten, hier ist man sicher. Brauchen wir noch eine Stadtwache?

Salzburg ist nicht Chicago, darin sind sich Salzburgs Politiker einig. Auch Bürgermeister Harald Preuner fühlt sich hier sicher, sieht aber dennoch Handlungsbedarf. Gemeinsam mit der Polizei führt das Ordnungsamt des Magistrates immer wieder Razzien am Rudolfskai und in der Rotlicht-Szene durch. Diese Schwerpunktaktionen seien österreichweit ein Vorbild, sagt Preuner. Und natürlich: Je mehr Menschen für die Sicherheit sorgen, desto besser, sagt Preuner: Unter welchem Etikett sie auftreten, ist eigentlich egal.

Die Mehrzahl will mehr Sicherheits-Personal
Mehr Personal? Aber ja, sagt auch SP-Vizebürgermeister Bernhard Auinger. Er möchte ein stärkeres mobiles Bürgerservice, das Aufgaben im Sinne der Stadtpolizei übernimmt. Und er will die Magistrats-Abteilung für öffentliche Ordnung aufstocken.

Das Sicherheitsgefühl ist gesunken, so die FPÖ
Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist gesunken, stellt FPÖ-Spitzenkandidat Andreas Reindl fest: Er erinnert an den Mord im Lehener Park und die aufsehenerregenden Bandenkriege. Dass der FPÖ-Innenminister jetzt die Polizei massiv aufstocken will, begrüßt Reindl. Er sieht die FPÖ als Sicherheitspartei.

Grüne sind für eine gut ausgestattete Polizei
Notwendig ist vor allem eine personell und finanziell gut ausgestattete Polizei. Dieser Sager kommt nicht vom FP-Mann Reindl, sondern von der grünen Spitzenkandidatin Martina Berthold. Hilfssheriffs? Ja, beim Parken vielleicht, nicht aber bei der Sicherheit. Auch wenn ihr bereits mehrmals das Rad gestohlen wurde. Eine Stadtwache lehnt sie ab, diese Einrichtung sei umstritten und zu teuer. Über mehr Magistrats-Mitarbeiter beim Ordnungsamt könne man aber reden.

Für die Neos ist die Sicherheit kaum ein Wahlkampfthema: Ja, Salzburg sei sicher, wenn man es mit anderen Städten vergleiche.

Die Polizei soll auf der Straße sichtbar sein
Für mehr Prävention tritt SALZ-Gemeinderat Christoph Ferch ein: Die Salzburger müssten wieder mehr Beamte auf den Straßen sehen. Mit seinem Verein „Bürger für die Polizei“ hat er die Grazer Aktion „Gemeinsam. Sicher“ auch nach Salzburg geholt.

Für Kommunistenkandidat Kay-Michael Dankl gibt es wichtigere Probleme als die Sicherheit - billiger wohnen etwa. Und auch die Linken wollen statt mehr Polizei lieber mehr Sozialarbeiter, die sich um bedürftige Menschen kümmern.

78 % der Krone-Leser sind für mehr Polizei
Klar ist: Sicherheit ist für viele Salzburger extrem wichtig, das hat sich in den Jahren nach der Flüchtlingskrise gezeigt. Die generell von vielen Seiten zunehmende Gewaltbereitschaft und Streitigkeiten unter den verschiedenen Volksgruppen und Kulturen haben Salzburg seither nicht sicherer werden lassen.

In einer „Krone“-Umfrage Ende Jänner haben sich 78 % für mehr Polizei auf Salzburgs Straßen ausgesprochen. Viele Salzburger wünschen sich Gruppierungen wie das legendäre Mobile Einsatzkommando der Salzburger Polizei zurück. Warum hat man das eigentlich aufgelöst?

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
Felix Roittner
Felix Roittner

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