Beeindruckend!

Steine fliegen durch den Stephansdom

Zu Beginn der Fastenzeit verwandelt Künstler Peter Baldinger das Längsschiff des Stephansdoms in einen beeindruckenden „Sky of Stones“. Rund 1.400 Steine werden dazu angebracht. Bis Pfingstmontag kann die Installation bewundert werden. 

„2013 durfte ich als erster zeitgenössischer Künstler im Stephansdom das Fastentuch kreieren. Mit diesem habe ich sehr viel Lob geerntet. Die Herren vom Dom waren offenbar auch so zufrieden mit mir, dass sie mich fünf Jahre später einluden, wieder etwas im Dom zu machen. Diesmal jedoch mit der Option, den ganzen Dom zu nutzen.“, erzählt Künstler Peter Baldinger im City4U-Talk. Er ergänzt: „Natürlich musste ich mir dabei etwas einfallen lassen, was optisch durchlässig ist, damit man den Stephansdom noch in seiner vollen Pracht sehen kann, aber natürlich auch ebenso beeindruckend und massiv, um es als Kunstwerk erlebbar zu machen. So kam ich auf die Idee mit dem Himmel aus Steinen.“

Dieser spielt zum einen auf die Namenspatronanz des heiligen Stephanus an, welcher um das Jahr 40 wegen seines Glaubens zu Tode gesteinigt wurde und als erster Märtyrer des Christentums gilt, sowie natürlich auf die Heilige Schrift, in welcher das Symbol des Steins immer wieder Erwähnung findet. „Natürlich kann man es auch heutiger Sicht auch so sehen, dass die Kirche noch viele Steine aus dem Weg zu räumen hat, um dort anzukommen, wo sie die Menschen haben will: Gute Menschen zu sein“, schmunzelt Baldinger. Seit einem dreiviertel Jahr arbeitet er nun an der Verwirklichung der Idee. 

Rund 1.400 Steine zieren Längsschiff

Insgesamt zieren ab Dienstag bis zum Pfingstmontag am 10. Juni rund 1.400 aus Papier kreierte Steine den Stephansdom. Sie werden auf der Höhe von 6,5 Metern angebracht. Das himmlische Kunstwerk wird in der Fastenzeit violett, zu Ostern golden und bis Pfingsten schließlich rot beleuchtet. Zudem hat der Künstler das diesjährige Fastentuch für den Dom kreiert. Dieses besteht aus über 600 kleinen einzelnen verspiegelten Edelstahl-Platten, sollen jedes noch so kleine Restlicht einfangen und dementsprechend strahlen. 

Bis Pfingstmontag

Seit zwei Tagen arbeitet Peter Baldinger auf Hochtouren im Stephansdom. „In den vergangenen Tagen haben wir ein Netz über das gesamte Längsschiff der Kirche gespannt. Eine wahnsinnig komplexe Arbeit. Nun beginnen wir damit die einzelnen Steine anzubringen. Während den Messen werden die Arbeiten selbstverständlich unterbrochen. Am Montag starten wir dann mit der Installation des Fastentuchs.“

Das fertige Kunstwerk kann erstmals am Dienstag um 20 Uhr bewundert werden. Der Eintritt ist frei!

Februar 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner

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