Neue Zara-Kampagne

China-Model mit Sommersprossen erntet Shitstorm

Body-Positivity hin oder her - Menschen die nicht der Norm entsprechen, sind noch immer gehässigen Kommentaren ausgesetzt. Da hilft es auch nichts, wenn man ein international erfolgreiches Model ist. Das musste das chinesische Mannequin Jing Wen nun am eigenen Leib erfahren. Sie ist das Gesicht der neuen Beauty-Kampagne von Zara. Und das passt vor allem den Menschen in ihrem Heimatland China nicht. Denn die junge Frau hat Sommersprossen - diese werden in dem asiatischen Land als hässlich bezeichnet.

Wer oder was schön ist, liegt immer im Auge des Betrachters und jeder ist es auf seine eigene Art und Weise. Das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben - sollte man glauben. Doch kleine, braune Punkte im Gesicht eines asiatischen Models haben nun einen Shitstorm ausgelöst und in China zur Debatte geführt, was denn nun schön sei. Auslöser dafür war die neue Beauty-Kampagne von Zara. Das Model, das sie dafür ausgesucht haben, ist nämlich Chinesin und hat Sommersprossen - diese gelten in China als hässlich.

Mit dieser Meinung hielten die chinesischen Bürger auch nicht hinterm Berg. Als die Kampagne mit Model Jing Wen startete, regnete es sogleich hasserfüllte Kommentare über das mit ein paar Sommersprossen bedeckte Gesicht der jungen Frau. Auf der chinesischen Social-Media-Plattform war unter anderem zu lesen, dass die Auswahl des Models „eine Beleidigung für die chinesischen Frauen“ sei. Oder: „Asiatische Frauen haben keine Sommersprossen“. Manche User gingen jedoch noch weiter: „Solche Fotos, die asiatische Models mit Sommersprossen und ausdruckslosem, tortenförmigen Gesicht zeigen, sind irreführend für den Eindruck, den westliche Menschen von Asiatinnen haben und können zu Rassismus gegen asiatische Frauen führen.“

Zara nahm sogleich Stellung und bestätigte, dass die Sommersprossen von Jing Wen echt seien und nicht mit Photoshop geschummelt wurde. Das Model selbst litt jahrelang an ihren Sommersprossen und versuchte, sie so gut wie möglich abzudecken, wie sie in einem Interview mit der Vogue verriet. Mittlerweile würde sie sie aber mögen. Daran werden hoffentlich auch hasserfüllte Kommentare aus ihrem Heimatland nichts ändern.

Februar 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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