Do, 21. März 2019
22.02.2019 07:00

Prozess in Innsbruck

Schwarzarbeit in Lokal: 167.000 Euro hinterzogen

Teilweise „schwarz“ waren Mitarbeiter eines bekannten Innsbrucker Café-Restaurants vor Jahren beschäftigt. 167.000 Euro an Lohnabgaben wurden laut Staatsanwaltschaft hinterzogen. Weil der damalige Chef schon verstorben ist, stand nun sein Nachfolger für die angeklagte GmbH vor dem Landesgericht.

Sogar der Staatsanwalt räumte ein, dass der spätere Chef ein wenig wie „die Jungfrau zum Kind“ zu diesem Prozesstermin gekommen war. Denn es war sein inzwischen verstorbener Vorgänger, der die Malversationen in den Jahren 2010 bis 2012 verursacht hatte. Damals waren Mitarbeiter teilweise nur geringfügig angemeldet, gearbeitet haben sie allerdings voll. Die Zeugenaussagen der Beschäftigten ließen für die Ermittler auf die Abgabenhinterziehung in der erwähnten Höhe schließen.

Wertgrenze vierfach überschritten
Der Staatsanwalt betonte, dass der Strafrahmen bei fünf Jahren Haft liege. Die diesbezügliche Wertgrenze von 50.000 Euro werde um fast das Vierfache überschritten. Die Verteidigerin konnte da nur mehr auf die bisherige „Unbescholtenheit“ der GmbH hinweisen.

Hohe Geldstrafe und Schadensgutmachung
Am Ende verhängte der Richter eine bedingte Verbandsgeldbuße von 3000 Euro. Wesentlich schwerer wiegt die Strafe nach dem Finanzstrafgesetz, von den verhängten 102.000 Euro wurden allerdings 68.000 Euro bedingt ausgesprochen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Es erging zudem die Anordnung, dass der Schaden gutgemacht werden müsse

Andreas Moser
Andreas Moser

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