21.02.2019 14:29 |

Patent angemeldet

Laktoseintolerenz bald leichter zu diagnostizieren

Rund zwei Drittel der erwachsenen Weltbevölkerung können Milchzucker nicht verdauen. Bei vielen bleibt das unbemerkt, manche reagieren jedoch mit Verdauungsbeschwerden. Ein neuer Test von Schweizer Forschern könnte künftig die Diagnose erleichtern.

Forschende des Universitätsspitals Lausanne (Chuv) und der Forschungsanstalt Agroscope haben eine Möglichkeit gefunden, nachzuweisen, ob der Organismus Laktose verdauen kann oder nicht. In Blut- und Urinproben konnten sie zwei Moleküle nachweisen, die auf Laktoseverdauung schließen lassen. Mit den neu entdeckten Biomarkern für den Laktoseverdauung eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Diagnose von Laktoseintoleranz, sowie für die Erforschung der Laktoseverdauung allgemein, wie Agroscope am Donnerstag mitteilte.


Bei den beiden Molekülen handelt es sich um Galactitol und Galactonat, zwei Derivate von Galaktose. Galaktose wiederum wird im Dünndarm vom Enzym Laktase aus Laktose erzeugt. Anhand dieser beiden Moleküle lässt sich somit Laktase-Aktivität nachweisen, wie die Forschenden um Nathalie Vionnet vom Chuv und Guy Vergeres von der Agroscope im Fachblatt „American Journal of Clinical Nutrition“ berichten. Sie haben die Methode laut Mitteilung zum Patent angemeldet.

Schnelltest für breites Publikum angedacht
Anhand dieser Biomarker ließe sich demnach ein Test entwickeln, der die bestehende Palette an Tests zur Diagnose von Verdauungsstörungen nach Laktosekonsum ergänzen könnte. Zum anderen könnte man einen Schnelltest für ein breites Publikum entwickeln, damit sich Konsumentinnen und Konsumenten informieren können, ob sie Laktose verdauen können, schrieb die Forschungsanstalt. So könnten sie individuelle Informationen für ihre Ernährung erhalten.

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