21.02.2019 14:30 |

Kufstein

Der Kneissl-Stern sucht eine neue Heimat

So wie es die Festung ist, war auch der „Kneissl-Stern“ ein weit sichtbares und markantes Wahrzeichen Kufsteins. Seit Jahren fristet selbiger nun ein unbeachtetes Dasein im Hof der Stadtgärtnerei. Nach Diskussionen lenkt die Politik ein und verspricht, für das Markenzeichen einen passenden Standort zu finden.

Über die sozialen Medien ist eine heftige und äußerst emotionale Diskussion um ein jahrzehntelang prägendes „Wahrzeichen“ Kufsteins entbrannt. Die Nutzer und das Publikum der Facebook-Seite „Wir Kufsteiner“ stellen darin die Frage: „Was hat die Stadtführung mit dem Stern, der weithin sichtbar auf dem Dach der ehemaligen Kneissl-Skifabrik stand, eigentlich vor?“

Stern steht im Freigelände der Stadtgärtnerei
Wie die „Krone“ im Dezember 2015 berichtete, erfuhr das Produktionsgebäude am „Kneissl-Areal“ eine Demontage, um für das Parkhaus eines Logistikunternehmens Platz zu machen. Das markante, etliche meterhohe Firmenlogo wurde abmontiert und mit einem Tieflader in das Freigelände der Stadtgärtnerei verbracht. In welcher es bis heute steht. Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel erklärte damals, dass dem weltbekannten Logo ein passender Platz in der Festungsstadt ehestmöglich zugewiesen werde.

Standort am Fuße des Kaiserliftes?
Die „Krone“ hat am Mittwoch bei der Firma Kneissl nachgefragt. Dort hieß es, dass es anscheinend Gespräche gegeben haben soll, für das stählerne Symbol einen endgültigen Standort am Fuße des Kaiserliftes zu schaffen. An welchem auch der Geschichte der einstigen Parade-Skifabrikation Kneissl Raum gewidmet werden soll.

„Es wurde nichts konkretisiert“
Diese Sachlage kann Bürgermeister Martin Krumschnabel aktuell nicht bestätigen. „In den politischen Gremien wurde über den Kneissl-Stern gesprochen, aber es wurde nichts konkretisiert. Ich werde aber diese Thematik in und über die zuständigen Ausschüsse klären“, meint das Stadtoberhaupt. Krumschnabel möchte nicht, dass dieses positive Identifikationszeichen der Wirtschaftsgeschichte Kufsteins verloren geht und verspricht, dass ein passender Platz bald gefunden wird.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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